Vertragsabschluss aber noch nicht absehbar: RAG will US-Zechen abstoßen

Vertragsabschluss aber noch nicht absehbar
RAG will US-Zechen abstoßen

Der Mischkonzern RAG will seine restlichen zwölf US-Kohlebergwerke abstoßen. Das Unternehmen hat sich nach Angaben aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen bereits grundsätzlich mit einem Privatz-Equity-Unternehmen auf die Übernahme geeinigt. Damit wäre der Rückzug der RAG aus der Kohleförderung im Ausland vollständig vollzogen.

HB DÜSSELDORF. Käuger der Bergwerke sei eine aus drei Partnern bestehende Private-Equity-Gruppe. Die Gruppe setze sich zusammen aus der First Reserve Corp, der Blackstone Group und dem Bergbauunternehmen American Metals & Coal International (AMCI), teilte die für das Auslandsgeschäft zuständige RAG Coal International am Montagnachmittag in Essen mit. Mit dem Abschluss des Verkaufs rechnet RAG Coal International bis zum Ende des ersten Halbjahres 2004.

Im vorigen Jahr hatte die frühere Ruhrkohle bereits mit dem weltgrößten privaten Bergbaukonzern Peabody vier Absichtserklärung über den Verkauf von vier Zechen in Amerika und Australien unterzeichnet.

Den Rückzug aus dem Auslandsbergbau hatte der seit dem Frühsommer vorigen Jahres amtierende neue RAG-Konzernchef Werner Müller als Kurskorrektur eingeleitet. Noch wenige Wochen zuvor hatte RAG eine neue Strategie vorgestellt, die den Konzern auf die Standbeine in- und ausländischer Kohlebergbau, Chemie und Immobilien stellte.

Die RAG habe vorige Woche mit der Private-Equity-Firma eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet, hieß es in den verhandlungsnahen Kreisen am Montag weiter. Ein Vertragsabschluss sei aber noch nicht konkret absehbar, da man jetzt erst mit einer Machbarkeitsprüfung (Due Diligence) beginne. In Unternehmenskreisen hieß es, dass sich der Aufsichtsrat auf seiner nächsten Sitzung am 4. März mit der Angelegenheit befassen werde. „Der Verkaufsprozess für den Rest des Auslandsbergbaus ist auf gutem Weg“, sagte ein RAG-Unternehmenssprecher bloß.

Die „FTD“ hatte am Montag berichtet, die frühere Ruhrkohle wolle den größten Teil ihrer US-Zechen für eine Milliarde Dollar an die amerikanische Bergbaugesellschaft AMCI und zwei Finanzinvestoren verkaufen. In den verhandlungsnahen Kreisen hieß es dazu, von dieser Größenordnung müsse aber noch die nicht unerhebliche Schuldensumme der US-Zechen abgezogen werden.

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