Vertragsunterzeichnung
Opel-Deal wird erst Donnerstag besiegelt

Der Abschluss des Opel-Kaufs durch den kanadisch-österreichischen Autozulieferer Magna verzögert sich. In Verhandlungskreisen hieß es, die ursprünglich für Dienstag vorgesehene Vertragsunterzeichnung sei auf Donnerstag verschoben worden. Gründe für die Verzögerung sind die noch andauernden Verhandlungen mit dem Betriebsrat sowie Finanzierungsfragen.

BERLIN. Opel-Betriebsratschef Klaus Franz sagte am Montag, die Verhandlungen über einen Lohnverzicht der Beschäftigten des Autobauers befänden sich auf der Zielgeraden. Pro Jahr sollen die europaweit 50 000 Mitarbeiter über Zugeständnisse beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie bei künftigen Tariferhöhungen 265 Mio. Euro einsparen helfen. Im Gegenzug sollen sie mit zehn Prozent am neuen Opel-Unternehmen beteiligt werden.

Die Kaufverträge stehen außerdem noch unter dem Vorbehalt einer Einigung über die staatliche Flankierung des Opel-Geschäfts in Höhe von insgesamt 4,5 Mrd. Euro. Der bisherige Opel-Mutterkonzern General Motors hatte frühzeitig deutlich gemacht, dass er nur verkaufe, wenn die öffentlichen Mittel für die Finanzierung des Deals gesichert seien.

Bislang haben die anderen europäischen Opel-Standortländer Spanien, Großbritannien und Belgien keine konkrete Zusagen gemacht, sich an der Staatshilfe zu beteiligen. Den ersten Teil der Hilfen hat Deutschland alleine vorfinanziert.

Klaus Stratmann berichtet als Korrespondent aus Berlin.
Klaus Stratmann
Handelsblatt / Korrespondent
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