Vertragsverlängerung
Analysten: Bremse für Tui

Eine mögliche Verlängerung der Amtszeit von TUI-CEO Michael Frenzel stößt bei Analysten auf Skepsis. Am Sonntag war bekannt geworden, sein Vertrag solle verzeitig verlängert werden. Trotz der Ankündigung, so vermutet ein Experte, ist der Streit um Frenzels Strategie noch nicht ausgestanden.

„Eine Verlängerung würde Tui bremsen“, sagt ein Analyst, der namentlich nicht genannt werden möchte, im Gespräch mit Dow Jones Newswires am Montag. „Mit seiner Entscheidung, den Schwerpunkt auf Tourismus zu setzen, hat sich Frenzel bei den Investoren nicht nur Freunde gemacht“, sagt er und fügt an: „Ob das alles gut für den Konzern war, ist fraglich.“

Wie in Hannover zu hören sei, soll der Aufsichtsrat in seiner Sitzung Mitte November den Ende 2008 auslaufenden Kontrakt mit Frenzel vorzeitig verlängern, hatte die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ geschrieben. Dies wäre ein Rückschlag für den US-Investor Guy Wyser-Pratte, der erst Ende September bei dem Reisekonzern eingestiegen ist - unter anderem mit dem erklärten Ziel, Frenzel abzulösen, dem er eine verfehlte Strategie vorwirft.

Analyst Oliver Caspari von Bankhaus Lampe erwartet die Bildung von zwei Lagern. „Wyser-Pratte wird versuchen, unzufriedene Aktionäre hinter sich zu versammeln“, so der Analyst. Auf der anderen Seite würde Frenzel, sollte der Vertrag verlängert werden, voraussichtlich zur Galionsfigur avancieren, die dafür plädiert, die Konzernstruktur beizubehalten. Die Einstufung von Caspari für das Papier lautet „Halten“. Tui sind im frühen Handel bis 9.40 Uhr mit einem Minus von 1,2 Prozent auf 20,39 Euro Schlusslicht im Dax.

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