Vertrauen in Stärke des eigenen Unternehmens
Merck-Chef lehnt Rücktritt ab

Der Chef des US-Pharmakonzerns Merck & Co, Raymond Gilmartin, hat einen Rücktritt wegen des Marktrückrufs des umsatzstarken Arthritis-Medikaments Vioxx abgelehnt. Andere Mitglieder des Führungsgremiums des Konzerns räumten indes ein, dass dies ein schwerer Schlag für Merck sei.

HB NEW YORK. Gefragt, ob er nach der Rückruf-Entscheidung zurücktreten werde, sagte Gilmartin am Donnerstag: „Ich habe nicht vor zurückzutreten“. Der Konzern hatte zuvor angekündigt, Vioxx wegen Sicherheitsbedenken weltweit vom Markt zu nehmen. An der Wall Street brach die Merck-Aktie daraufhin im frühen Börsenhandel um 27 % auf 32,75 Dollar ein. Vioxx ist ein so genannter Blockbuster mit Jahresumsätzen von zuletzt 2,55 Mrd. Dollar.

„Wir sind finanziell sehr stark und selbst nach dieser Entscheidung, werden wir noch stark bleiben (...) mit einem starken Cash Flow“, fügte Gilmartin hinzu. Eine Studie hatte zuvor länger währende Befürchtungen bestätigt, dass das Mittel das Risiko für Herz- und Schlaganfälle vergrößere.

Merck-Direktor Lawrence Bossidy räumte ein, dass der Rückzug des Blockbusters Vioxx ein schwerer Schlag für das Unternehmen sei. In einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC sagte er am Donnerstag, es sei naiv, zu glauben, dass nach der Entscheidung von Merck, Vioxx vom Markt zu nehmen, keine rechtlichen Schritte gegen den Konzern eingeleitet würden. Dies sei sogar wahrscheinlich.

Trotz dieses Rückschlages sei Merck ein starkes Unternehmen mit Blick auf den Cash-Flow und seine anderen wichtigen Medikamenten. Bossidy fügte hinzu, dass Unternehmenschef Gilmartin weiter seine „volle Unterstützung" habe.

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