Vertrieb steht
Chinesen-Rover sollen ab 2007 nach Europa rollen

Der chinesische Autobauer Nanjing Automobile wird binnen 18 Monaten mit dem Verkauf von zwei Rover-Modellen aus chinesischer Produktion in Europa beginnen. Erste Länder sind Großbritannien und Spanien.

HB OBERPFAFFENHOFEN. Die Ankündigung machteAlfonso Saavedra, Chef des spanischen Großhändlers Sino Motors, der Branchenzeitung „Automotive News Europe“ (ANE). Er wird den den Rover-Vertrieb für Spanien übernehmen. „Nanjing hat Großbritannien und Spanien ausgewählt, weil beide die größten Rover-Märkte in der Vergangenheit waren“, erläuterte Saavedra. Auch Richard Cort, Chef der MG Rover Händlervereinigung in Großbritannien, bestätigte dem Blatt, dass Nanjing-Fahrzeuge binnen 18 Monaten in Europa verkauft werden sollen.

Nanjing ist seit dem Mitte 2005 Inhaber der britischen Traditionsmarke Rover. Nanjing hatte bereits beim Kauf angekündigt, einen Teil der Autoproduktion nach China verlegen und einen Teil in Großbritannien belassen zu wollen. In Großbritannien sollten auch Abteilungen für Forschung und Entwicklung sowie für Technik errichtet werden.

Neben Nanjing hatten auch der chinesische Autobauer Shanghai Automotive Industry Corp (SAIC) und ein britisches Konsortium für Rover und Powertrain geboten. SAIC hatte Anfang des Jahres einen Übernahme-Deal mit dem letzten selbstständigen britischen Autoproduzenten platzen lassen und damit den Konkurs der unter einer Schuldenlast von 1,4 Mrd. Pfund ächzenden englischen Traditionsfirma besiegelt. Die Insolvenzverwalter hatten umgehend 5 000 der 6 000 Beschäftigten gekündigt und das Roverwerk in Birmingham stillgelegt.

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