Vertuschungsskandal - Aktie auf Allzeit-Tief
Mitsubishi ruft weitere Autos zurück

Nur wenige Stunden nachdem der angeschlagene Autobauer Mitsubishi ein Maßnahmenpaket zur Qualitätssteigerung veröffentlicht hat werden weitere rund 280 000 Autos in die Werkstätten zurückgerufen.

HB TOKIO. Der Aktienkurs des japanischen Autobauers ist vor dem Hintergrund der Rückruf-Serie auf ein Allzeittief gefallen. Zeitweise fiel der Kurs in Tokio am Donnerstag um 13 % auf 187 Yen, die Aktie schloss mit 200 Yen sechs Prozent tiefer. Der alte Tiefststand von 197 Yen datierte vom September 2001, kurz nach den Anschlägen in New York und Washington.

Mitsubishi hatte am Mittwoch eingeräumt, in den vergangenen elf Jahren mehr sicherheitsrelevante Defekte an seinen Fahrzeugen verheimlicht zu haben als zugegeben. Rund 160 000 Autos aus 17 Modellreihen müssten möglicherweise in die Werkstätten zurückgerufen werden. Am Donnerstag startete Mitsubishi Motors zudem einen normalen Rückruf für 116 000 weitere Fahrzeuge, von dem vor allem der Geländewagen „Pajero“ betroffen ist.

Branchenexperten sehen einen massiven Vertrauensverlust für den angeschlagenen Autobauer, der von einer Serie von Skandalen gebeutelt wird. „Einige Leute mögen das für ein Zeichen einer Öffnung des Unternehmens halten. Nichtsdestotrotz ist die Marke stark angeschlagen. Ich würde keinen Mitsubishi kaufen“, sagte Analyst Masatoshi Sato von Mizuho Investors Securities. Die nachträglichen Rückrufe sind nur die Nachwehen der Affäre aus dem Jahr 2000, als Mitsubishi zugegeben hatte, Autos heimlich repariert zu haben, anstatt sie formell zurückzurufen. Damals wurden zwei Mill. Fahrzeuge weltweit zurückgeholt.

Der neue Rückruf von mehr als 100 000 Pajeros und gut 8000 „Carisma“-Limousinen betrifft den Blinker. Die Kosten für die Aktion liegen nach Firmenangaben bei umgerechnet 4,5 Mill. €.

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