Verwalter führen Geschäft weiter
Brasilianische Parmalat-Fabrik beschlagnahmt

In Brasilien kann der insolvente Molkerei-Riese Parmalat seine Zulieferer nicht mehr bezahlen. Die Justiz beschlagnahmte eine Fabrik. Übergangsverwalter sollen das Geschäft weiterführen.

HB BERLIN. Die brasilianische Justiz hat eine Fabrik des insolventen italienischen Nahrungsmittelkonzerns Parmalat beschlagnahmen lassen. Das Gericht im Bundesstaat Rio de Janeiro sei damit einem Antrag der Provinzregierung nachgekommen, nachdem die Fabrik ihre lokalen Milchproduzenten nicht bezahlt hatte, teilte ein Regierungsvertreter mit.

Ein Komitee von fünf Übergangsverwaltern soll die Fabrik demnach zunächst weiterführen. Nach Angaben des Ministers schuldet die brasilianische Parmalat-Tochter den örtlichen Milchbauern insgesamt 700.000 Dollar .

Die brasilianische Regierung hatte am Donnerstag Nothilfen für rund 20.000 lokale Milchproduzenten beschlossen, die im Zuge der Krise bei Parmalat ebenfalls in Not geraten waren. Parmalat besitzt in dem südamerikanischen Land insgesamt acht Fabriken.

Der Nahrungsmittelkonzern mit Sitz in Italien war im Dezember hatte im Dezember 2003 Konkurs angemeldet, nachdem ein riesiges Bilanzloch entdeckt worden war. Nach jüngsten Angaben von Finanzprüfern häufte Parmalat Nettoschulden in Höhe von 14,3 Milliarden Euro an.

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