Verwirrung
Opel-Einstieg: Magna-Chef will nur helfen

Wollen sie nun einsteigen oder doch nicht? Verwirrung herrscht derzeit über die Frage, ob und wie der kanadische Autozulieferer Magna bei Opel einsteigt. Konzernchef Frank Stronach hat entsprechenden Berichten widersprochen und statt dessen andere Vorschläge unterbreitet.

HB WIESBADEN/GRAZ. "Wir reden nicht von einem Einstieg", zitierte die im österreichischen Graz erscheinende "Kleine Zeitung" den Manager. Sein Unternehmen wolle nur einem wichtigen Kunden helfen. Zugleich warb er für die Beteiligung von russischem Kapital an Opel.

"Russland könnte dabei auch eine Rolle spielen", sagte der Magna-Chef: "Dadurch könnte sich Opel dort den Markt sichern." Stronach ließ offen, welche Rolle Magna bei Opel einnehmen könne: "Es ist jetzt viel zu früh, darüber zu reden." Offenbar sieht Stronach sein Unternehmen eher in der Rolle eines Vermittlers: "Mit unserem Wissen und unseren Fähigkeiten könnten wir da Koordinatoren sein."

Nach Medienberichten sind der russische Autohersteller GAZ und die ebenfalls russische Sberbank bereit, 31 Prozent von Opel zu übernehmen. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck hatte am Dienstag berichtet, Magna selbst wolle sich mit 19,1 Prozent an dem Autohersteller beteiligen. Der kanadische Zulieferer präsentierte der Bundesregierung zwischenzeitlich konkrete Pläne für einen Einstieg bei Opel. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sprach anschließend von einem "ersten, interessanten Grobkonzept".

Stronach betonte, es sei das Interesse von Magna, Opel nicht als Abnehmer zu verlieren: "Der Markt darf nicht verloren gehen." Es sei im Interesse von Magna, dass es Opel gut gehe. Magna sei eine sehr gesunde Firma: "Wir haben ungefähr 1,5 Milliarden Dollar Barreserven auf der Bank", wurde der Magna-Boss zitiert: "Da können wir ruhig in ein Geschäft hinein gehen, ohne uns selbst zu gefährden."

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