Industrie
Verwirrung um Bayer-Gebot für Clearasil und Co.

Im Hinblick auf die Abgabe eines Gebots des Chemie- und Pharmakonzern Bayer für die OTC-Sparte der britischen Drogeriekette Boots gibt es widersprüchliche Informationen.

dpa-afx FRANKFURT/LEVERKUSEN. Im Hinblick auf die Abgabe eines Gebots des Chemie- und Pharmakonzern Bayer für die OTC-Sparte der britischen Drogeriekette Boots gibt es widersprüchliche Informationen. Während am Freitagmorgen Kreise bereits die Abgabe eines Gebots mit recht konkreten Angaben zu den Preisvorstellungen von unter 1,7 Mrd. Pfund verknüpft hatten, verlautete am Mittag aus anderen Kreisen, dass der Prozess noch offen sei, und noch kein Gebot abgegeben wurde.

Diesen Kreisen zufolge prüfen die Leverkusener nach wie vor das Boots-Geschäft mit Blick auf ein mögliches Gebot. Wenn sich die Bayer-Führung und der Aufsichtsrat auf einen Gebotspreis einigen könnten, sei innerhalb der kommenden Tage ein Gebot möglich, hieß es in mit dem Verfahren vertrauten Kreisen. Allerdings sei im derzeitigen Stadium "noch alles offen". Bayer hat eine Stellungsnahme abgelehnt.

Boots Healthcare International (BHI) ist das Geschäft mit verschreibungsfreien Arzneimitteln der Drogeriekette Boots. Dazu gehören bekannte Marken wie das Schmerzmittel Nurofen oder die Hautreinigungsserie Clearasil. Boots hatte die Sparte im April zum Verkauf gestellt.

In Branchenkreisen hieß es, Bayer könne es sich leisten, weniger zu bieten als der ebenfalls an Boots interessierte britische Pharmakonzern Glaxo Smith Kline. Der Bayer-Aufsichtsrat hatte am Dienstag getagt. Die Briten hätten bei einer Transaktion nach Aussage von Branchenkreisen wahrscheinlich Kartellprobleme zu erwarten.

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