Verzicht auf Tariferhöhungen bis 2009
Opel will offenbar 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich

In den Verhandlungen um einschneidende Sparmaßnahmen erwägt der Autokonzern Opel auch eine Wiedereinführung der 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich. Das geht aus einem in der „Bild“-Zeitung veröffentlichten internen Papier hervor.

HB FRANKFURT. Eine Sprecherin der deutschen General-Motors-Tochter bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der „Bild“-Zeitung. Sie lehnte es aber ab, zu Details Stellung zu nehmen. Das Unternehmen wolle nicht in die laufenden Gespräche mit dem Betriebsrat eingreifen, die bis Ende Oktober abgeschlossen sein sollen. Auch die Belegschaftsvertretung lehnte einen Kommentar ab.

Das Blatt hatte zuvor unter Berufung auf einen Forderungskatalog des neuen Opel-Chefs Hans Demant berichtet, der Konzern prüfe, die Arbeitszeit auf bis zu 40 Stunden pro Woche zu erhöhen, aber nur 35 Stunden zu bezahlen. Damit würde Opel einen anderen Weg gehen als der Wolfsburger Konkurrent Volkswagen, der Überstunden künftig erst beim Überschreiten einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden bezahlen will, bisher gilt dies ab 35 Stunden. Weiter sehen die Vorschläge von Opel dem Zeitungsbericht zufolge eine Erhöhung der Fließbandgeschwindigkeiten beziehungsweise Reduzierungen der Vorgabezeiten vor. Außerdem sollten das Weihnachtsgeld gekürzt und Zulagen für Spät- und Nachtschichten ganz entfallen.

Die von der schwachen Nachfrage im Inland und Überkapazitäten in ihren Werken gebeutelten deutschen Autohersteller suchen derzeit nach Einsparmöglichkeiten bei den Personalkosten, um gegen die oft günstiger produzierende ausländische Konkurrenz zu bestehen. Opel leidet seit Jahren unter rückläufigen Absatzzahlen und verzeichnete zuletzt hohe Verluste.

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