Verzögerte Airbus-Auslieferung
Lufthansa steht zu Airbus

Nachdem der europäische Flugzeugbauer EADS erneut in Auslieferungsschwierigkeiten beim Airbus A380 gekommen ist und so die Erstkunden Singapore Airlines und Emirates gegen sich aufgebracht hat, kann er nun auf Unterstützung einer seiner Großkunden zählen. Trotz Lieferproblemen erklärt die Deutsche Lufthansa EADS sein Vertrauen.

cn / hz PEKING. Die Fluggesellschaft Lufthansa hat sich nach den erneuten Lieferproblemen beim Riesen-Airbus A380 hinter den europäischen Flugzeugbauer gestellt. Verspätungen bei neuen Flugzeugen seien früher auch bei anderen Herstellern nicht ungewöhnlich gewesen, sagte Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber am Rande eines Festakts in Peking. „Wir vertrauen Airbus. Es gibt keinen Grund, kein Vertrauen zu haben.“

Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hatte Ende vergangener Woche eingeräumt, dass sich die Auslieferung des A380 wegen Problemen bei der Verkabelung weiter verzögern wird und damit vor allem die Erstkunden Singapore Airlines und Emirates gegen sich aufgebracht. Singapore besteht auf einer Vertragsstrafe von Airbus, Emirates forderte rasch einen neuen Zeitplan.

Auch Lufthansa hat 15 A380 bestellt und eine Option auf weitere 15 Maschinen. Die deutsche Airline geht nach eigenen Angaben weiter davon aus, dass die erste bestellte A380 bis zum Sommer 2008 an sie ausgeliefert wird. Die restlichen Maschinen sollen dann bis 2015 folgen.

Lufthansa investiert derzeit Milliarden in die Erneuerung ihrer Flugzeugflotte und will noch bis Ende des Jahres entscheiden, in welchem Umfang auch die gut 80 Maschinen starke Langstreckenflotte erneuert werden soll. Die bereits georderten 15 A380 sollten jedenfalls „nicht die letzten Bestellungen“ gewesen sein, sagte Mayrhuber.

Lufthansa hatte am vergangenen Mittwoch bereits einen Großauftrag für 35 Maschinen erteilt, darunter auch fünf Langstreckenjets als Ausgleich für die verzögerte A380-Inbetriebnahme.

Die Vorbereitungen der Airline für den Riesen-Airbus gehen unterdessen ungebremst weiter. Lufthansa hatte am Freitag – einen Tag nach dem Festakt für eine Wartungshalle auf dem Frankfurter Flughafen – auch in Peking den Grundstein für einen A380-Hangar gelegt. Betreiber des Hangars ist die Firma Ameco, ein Joint Venture der Lufthansa mit Air China. In dem neuen Hangar können gleichzeitig je zwei Jets der Typen A380, 747-400 und 777-300ER gewartet werden.

In Peking hieß es, dies sei auch ein Hinweis darauf, dass die staatliche Fluglinie Air China in absehbarer Zeit bei Airbus A380-Jets bestellen werde. Bisher ist Southern Airlines die einzige chinesische Fluglinie, die sich für den europäischen Super-Jet entschieden hat.

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