Verzögerung einer Zulassung möglich
Fresenius und Enzon beenden Partnerschaft

Fresenius und das US-Pharmaunternehmen Enzon Pharmaceuticals gehen künftig getrennte Wege. Ihre Partnerschaft im Bereich der Vermarktung für ein Fresenius-Medikament wurde für beendet erklärt.

HB FRANKFURT. Enzon werde seine Aktivitäten zur Zulassung und Vermarktung des Mittels in den USA nicht fortsetzen, teilte das Bad Homburger Unternehmen am Freitag mit. Der US-Konzern wolle sich auf Krebserkranken und andere verwandte Gebiete konzentrieren. Enzon werde aber für eine Übergangszeit seine klinischen und regulatorischen Verpflichtungen im Zusammenhang mit der laufenden Studie für das Fresenius-Immunsuppressivum fortsetzen. Die Bad Homburger führen nun Gespräche mit neuen potenziellen Partnern über die Fortsetzung des klinischen Entwicklungsprogrammms für das Mittel. Die US-Zulassung des Präparats, die ursprünglich bis Ende 2007 erwartet worden war, könnte sich nun hinausziehen. Es sei nicht auszuschließen, dass das Mittel in den USA nun später als geplant auf den Markt komme, sagte ein Unternehmenssprecher.

Das Mittel mit dem Namen ATG-Fresenius S wird nach Angaben von Fresenius zur Unterdrückung der Immunreaktion nach Organtransplantationen eingesetzt. Fresenius vermarktet das Präparat derzeit in über 60 Ländern, darunter Deutschland, Frankreich und Italien, und erzielte damit im Geschäftsjahr 2004 einen Umsatz von rund 17 Mill. Euro. Für die Zulassung auf dem US-Markt befindet es sich derzeit für die Indikationen Lungentransplantationen und Nierentransplantationen in der letzten Phase der klinischen Erprobung am Menschen. Üblicherweise müssen Medikamentenkandidaten drei Phasen der klinischen Erprobung am Menschen erfolgreich durchlaufen, bevor ein Zulassungsantrag bei den Arzneimittelbehörden gestellt werden kann. Die Vermarktungspartnerschaft zwischen Fresenius und Enzon hatte seit Anfang 2003 bestanden.

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