VfL Wolfsburg
Winterkorn sieht im Stadion die Pleite gegen Neapel

Der VfL Wolfsburg erhält jährlich eine hohe zweistellige Millionensumme von Volkswagen. Eine Kürzung der Mittel des Autobauers wären fatal. Nun hat sich Sportchef Klaus Allofs zu den Befürchtungen geäußert.
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Nach der Sondersitzung des Präsidiums, der engste Kreis des VW-Aufsichtsrats, zu dem auch Betriebsratschef Bernd Osterloh gehört, haben es Konzernchef Martin Winterkorn und Osterloh am Donnerstag trotzdem noch zum Spiel des VfL Wolfsburg gegen den SSC Neapel in der Volkswagen-Arena geschafft. Sportlich erleben die beiden ein Desaster – ihr VfL ist in diesem Spiel chancenlos.

Wirtschaftlich stehen die Wolfsburger Profi-Kicker dagegen dank ihres potenten Geldgebers so gut da wie nie. Längst ist es keine Überraschung mehr, wenn Weltmeister wie André Schürrle für eine Ablösesumme von rund 30 Millionen Euro ihren Arbeitsplatz in die Autostadt verlegen. Doch die negativen Äußerungen von VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch haben in den vergangenen Tagen auch zu Spekulationen über die Zukunft des Sportsponsoring des Autobauers geführt.

VfL-Sportchef Klaus Allofs ist jedoch zuversichtlich, dass auch ein möglicher Führungswechsel an der Spitze des Mutterkonzerns Volkswagen keine negativen Folgen hat. „Das, was man sagen kann, ist, dass das Engagement von VW beim VfL personenunabhängig ist“, sagte er nach dem 1:4 (0:2) in der Europa League gegen den SSC Neapel. Zum aktuellen Machtkampf bei VW wollte sich Allofs nicht äußern: „Sie werden verstehen, dass ich das nicht kommentiere.“

Vor knapp einer Woche war VW-Patriarch und Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch öffentlich „auf Distanz“ zu Konzernchef Martin Winterkorn gegangen und hatte ihm damit das Vertrauen entzogen. Unter Winterkorn war die finanzielle Unterstützung des Fußball-Bundesligisten durch VW immer weiter gestiegen. Derzeit erhält der VfL als hundertprozentige Konzerntochter jährlich eine hohe zweistellige Millionensumme.

Am Freitag will VW nach dpa-Informationen eine Erklärung zur Führungskrise abgeben.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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