Industrie
Viele Fluggesellschaften wollen Kerosin-Zuschläge nicht erhöhen

Trotz der Rekordpreise für Rohöl wollen die meisten Fluggesellschaften die Kerosin-Zuschläge vorerst nicht weiter erhöhen. Die Entwicklung der Kerosin-Preise wird aber beobachtet, ergab eine dpa-Umfrage vom Montag.

dpa-afx HAMBURG. Trotz der Rekordpreise für Rohöl wollen die meisten Fluggesellschaften die Kerosin-Zuschläge vorerst nicht weiter erhöhen. Die Entwicklung der Kerosin-Preise wird aber beobachtet, ergab eine dpa-Umfrage vom Montag. Demnach erwägt derzeit nur die LTU, statt neuer Zuschläge höhere Flugpreise zu nehmen. "Das ist über Kerosinzuschläge nicht mehr zu kompensieren", sagte Sprecher Marco Dadomo in Düsseldorf. Eine mögliche Erhöhung gelte jedoch nicht für bereits veröffentlichte Angebote.

Die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa plant keine Erhöhung. Bei Air Berlin, der dba und der Thomas-Cook-Tochter Condor stehen ebenfalls keine Änderungen an. Air Berlin, Lufthansa und dba erheben seit einiger Zeit Zuschläge zwischen neun und 37 Euro. Condor hat für den Winterflugplan im Juli Zuschläge zwischen zwölf und 30 Euro angekündigt; im geltenden Sommerflugplan sind die höheren Energiekosten in den Verkaufspreisen enthalten. Die Tui -Charterfluggesellschaft Hapag Lloyd plant keinen Zuschlag. Für die Zukunft sei es aber nicht auszuschließen, sagte ein Sprecher. "Wir beobachten die Entwicklung und rechnen jeden Tag aufs Neue".

Ähnlich sieht es bei den Reiseveranstaltern aus: Im Veranstaltungsgeschäft von Karstadt-Quelle /Lufthansa-Tochter Thomas Cook (Neckermann) gibt es bereits für den Sommer Zuschläge, für den Winter sollen sich die gestiegenen Ölkosten - wie bereits angekündigt - in den Verkaufspreisen niederschlagen. Bei Tui hieß es, dass die Veranstalter von sich aus kein Aufgeld erhöben, sondern gegebenenfalls den erhöhten Forderungen der Fluggesellschaften folgten.

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