Vielleicht ein Drittel weniger
Ärger um hohe Opel-Abfindungen

Es gibt Ärger um ausstiegswillige ältere Opelaner mit hohen Abfindungsansprüchen. Sie sollen über individuelle Verträge rund ein Drittel weniger Abfindung erhalten, erklärte am Montag der Betriebsrat in Bochum.



HB Bochum. Die Geschäftsführung hatte über 150 Interessierten zunächst die Freigabe verweigert. Sie sollen jetzt über individuelle Verträge abgefunden werden, aber rund ein Drittel weniger Abfindung erhalten, erklärte der Betriebsrat. Wer nach der bisherigen Berechnung 170 000 Euro erhalten hätte, würde nur noch etwa 113 000 Euro bekommen.

Das Abfindungsprogramm bei Opel geht am Standort Bochum in die Verlängerung bis zum 14. April. Nach Vorgabe des Managements sollten noch 1200 Beschäftigte in den Jahren 2006 und 2007 das Unternehmen freiwillig verlassen. Eine Einigungsstelle habe nun festgelegt, dass auch dieser Stellenabbau über Abfindungsangebote abgewickelt werden müssen, sagte der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Reiner Einenkel. Das Angebot galt ursprünglich nur bis zum 25. Februar.

Knapp 1800 der knapp 10 000 Bochumer Opelaner verlassen den Standort im Zuge des Zukunftsvertrags bereits in diesem Jahr. Insgesamt sollen in Bochum rund 2900 Stellen wegfallen. In Rüsselsheim und Kaiserslautern sind die Vorgaben zum Stellenabbau bereits umgesetzt.

Über den Anfang März vereinbarten „Zukunftsvertrag 2010“ und den Abbau von rund 9000 Stellen der 32 000 Stellen an deutschen Opelstandorten will die Opel-Mutter General Motors die angeschlagene Tochter wieder profitabel machen.

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