Vier Prozent weniger Umsatz
SGL Carbon steigert Betriebsergebnis

Der Wiesbadener Graphitelektrodenhersteller SGL Carbon hat im ersten Halbjahr dank guter Geschäfte mit seinem Kernprodukt Graphitelektroden mehr verdient als ein Jahr zuvor.

Reuters WIESBADEN. Das Betriebsergebnis habe sich auf 18 Millionen Euro verbessert nach 8,1 Mill. € im schwachen Vorjahresquartal, teilte der weltgrößte Produzent von Graphitelektroden für die Elektrostahlerzeugung am Dienstag in Wiesbaden mit. Ausblickend hieß es, für das zweite Halbjahr rechne SGL trotz der trüben Konjunktur, einer nach wie vor verhaltenen Nachfrage und anhaltender Unsicherheiten über die Entwicklung der Wechselkurse mit einer Ergebnisverbesserung. Konkrete Zahlen dazu nannte SGL aber nicht.

Der Umsatz sei vor allem währungsbedingt um vier Prozent auf 518,8 Mill. € zurückgegangen. Bereinigt um die negativen Auswirkungen des starken Euro-Wechselkurses sei der Umsatz vor allem auf Grund deutlicher Mengenzuwächse bei Graphitelektroden um sechs Prozent gestiegen. SGL hatte unlängst mitgeteilt, dass die Kapazitäten für die Produktion von Graphitelektroden derzeit voll ausgelastet seien. SGL erwarte in der nahen Zukunft auch keine Veränderung der Situation. Zudem hatte der Konzern für sein wichtigstes Produkt die Preise in Nord- und Süd-Amerika sowie in Mexiko hoch gesetzt.

Im Vergleich zum ersten Quartal steigerte SGL das Betriebsergebnis im Zeitraum April bis Ende Juni um 7,8 Mill. € auf 12,9 Mill. €. Konzernchef Robert Koehler hatte vor einigen Monaten bereits angekündigt, dass das zweite Vierteljahr besser ausfallen werde. Unter dem Strich verringerte SGL im ersten Halbjahr den Konzernverlust auf 6,7 Mill. € nach einem Verlust von 11,5 Mill. € ein Jahr zuvor. Bereits im zweiten Quartal sei das Ergebnis nach Steuern mit 0,9 Mill. € leicht positiv gewesen.

In seinem Geschäft mit Graphitelektroden konnte SGL im ersten Halbjahr den Absatz um rund ein Viertel auf 96.700 (H1 2002: 77 100) Tonnen erhöhen. Das Betriebsergebnis in der Sparte Carbon and Graphite (CG) legte um 40 Prozent auf 33,5 Mill. € zu. Für das zweite Halbjahr erwartet der Konzern weitere Preisanstiege bei Graphitelektroden.

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