Vize-Vorsitzender Berthold Huber gegen reine Lohnrunde
IG Metall will Unternehmen innovativer machen

Die IG Metall will sich in der kommenden Tarifrunde für die 3,4 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie doch nicht auf eine reine Lohnforderung beschränken.

MANNHEIM. „Wir müssen drängende Zukunftsfragen tarifvertraglich angehen“, sagte IG-Metall-Vize Berthold Huber am Samstag auf einer Strategiekonferenz seiner Gewerkschaft in Mannheim. Zuvor hatte es so ausgesehen, als werde sich die IG Metall Anfang 2006 auf eine Lohnforderung konzentrieren.

Zu den Zukunftsfragen zählt Huber tarifliche Regelungen über Arbeitszeitkonten, Ansprüche auf Weiterbildung und Vorgaben, die Unternehmen zu mehr Innovationen anhalten. Letzteres soll nach Vorstellung der IG Metall dadurch geschehen, dass der Arbeitgeber dem Betriebsrat jedes Jahr einen „Innovationsbericht“ vorlegt. Mit dem Bericht soll er seine Pläne für Investitionen und Innovationen beschreiben und zur Debatte stellen.

Zugleich wächst bei den Metallern die Bereitschaft, auf die Arbeitgeberforderung nach einem ertragsabhängigen Weihnachtsgeld einzugehen. Er halte es für denkbar, „dass wir die Jahressonderzahlung in einem tariflichen Korridor regeln“, hatte IG-Metall-Chef Jürgen Peters bereits zu Beginn der Konferenz gesagt. „Diese Spanne müsste dann durch betriebliche Regelungen ausgefüllt werden.“

Die Tarifverhandlungen für die Metaller werden voraussichtlich im Februar beginnen, Ende Februar laufen die aktuellen Gehaltstarifverträge aus. Bereits in den nächsten Wochen startet in den sieben Bezirken der IG Metall die interne Debatte über das Forderungspaket, das den Arbeitgebern vorgelegt werden soll. Festgezurrt wird es durch Beschlüsse der regionalen Tarifkommissionen. Im einflussreichen Bezirk Baden-Württemberg ist die Sitzung dazu für Anfang Dezember terminiert.

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