Voith: Anlagenbauer baut weniger Stellen ab als erwartet

Voith
Anlagenbauer baut weniger Stellen ab als erwartet

Der Anlagen- und Maschinebauer Voith baut am Stammsitz in Heidenheim weniger Personal ab als erwartet. Statt 700 sollen nur noch 300 Stellen gestrichen werden. An anderen Standorten laufen die Verhandlungen noch.
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HeidenheimTrotz des kriselnden Geschäfts in der Papierbranche fällt der Personalabbau beim Anlagen- und Maschinenbauer Voith am Stammsitz Heidenheim kleiner aus als erwartet. Insgesamt sollen etwa 300 statt wie angekündigt 700 Stellen wegfallen, wie Geschäftsführung und Betriebsrat am Donnerstag auf einer Betriebsversammlung in Heidenheim mitteilten. Der „heiß diskutierte Horrorkatalog“ der Geschäftsführung sei verhindert worden, sagte Thomas Martin, Betriebsratschef der Sparte Voith Paper.

Auch die großen Papiermaschinen sollen am Stammsitz weiterhin gebaut werden. Speziell in dieser problematischen Sparte Voith Paper sollen bis September 2016 nach dem vereinbarten Eckpunktepapier 170 bis 200 Stellen in Heidenheim wegfallen. Dafür soll unter anderem ein Teil der Wochenarbeitszeit für die Mitarbeiter nicht mehr vergütet werden.

Das Familienunternehmen mit rund 39.000 Mitarbeitern wird schon länger durch die Digitalisierung und der damit verbundenen Flaute beim Geschäft mit Papiermaschinen belastet. Seit 2012 sind bereits rund 1200 Stellen weggefallen. Zu hohe Kosten wurden als Grund genannt. „Die Kostensituation war derart weg vom Markt“, beschrieb Bertram Staudenmaier von der Voith-Geschäftsführung die Lage.

Der Konzern hatte im Februar angekündigt, weltweit rund 1600 Stellen in der Papiersparte und in der Verwaltung zu streichen, 870 davon in Deutschland. Die Verhandlungen an den Standorten Krefeld in Nordrhein-Westfalen, Neuwied in Rheinland-Pfalz und Ravensburg laufen noch.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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