Voith
Im Volldampf von Rekord zu Rekord

Der Maschinen- und Anlagenbauer Voith eilt von Rekord zu Rekord und will sich auch von der weltweit schwächelnden Konjunktur nicht aus dem Tritt bringen lassen.
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StuttgartMit prall gefüllten Orderbüchern für Papiermaschinen, Wasserkraftwerke und Industrie-Dienstleistungen will der schwäbische Familienkonzerns auch im gerade begonnenen Geschäftsjahr 2011/12 (30. September) Bestmarken bei Umsatz und Gewinn erzielen.

„Nach dem außerordentlich guten Jahr 2011 sind wir für dieses Jahr bereits voll ausgelastet“, sagte Voith-Chef Hubert Lienhard am Dienstag in Stuttgart. „Auch wenn die Weltwirtschaft langsamer wächst als zuletzt - wir sehen noch nirgendwo ein wirkliches Problem.“ Voith habe keine Schulden und brauche auch den Kapitalmarkt nicht anzuzapfen. Nach der Atomkatastrophe in Japan gehe weltweit kein Weg an der Kohlendioxid-freien Stromerzeugung aus Wasserkraft sowie Pumpspeicher-Kraftwerken als Strom-Puffern vorbei. Voith zählt hier gemeinsam mit Siemens zu den großen Anbietern, im ernergiehungrigen Südamerika brummt der Markt. Das seit Jahren verfolgte Geschäft mit Gezeiten- und Meeres-Kraftwerken verläuft hingegen schleppend. Als Familienunternehmen habe Voith aber einen langen Atem, sagte Lienhard.

Der 1867 in Heidenheim gegründete Konzern ist mit knapp 40.000 Beschäftigten eines der größten Familienunternehmen in Europa. Im Geschäftsjahr 2010/11 kletterte der Umsatz um acht Prozent auf den Rekordwert von 5,6 Milliarden Euro. Der Auftragseingang legte angetrieben von guter Nachfrage in allen Geschäftsbereichen um ein Fünftel auf die Bestmarke von 6,4 Milliarden Euro zu. „Wir leben nicht von der Substanz“, sagte Voith-Chef Lienhard.

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