Volkswagen: Ärger in China lässt VW-Absätze stagnieren

Volkswagen
Ärger in China lässt VW-Absätze stagnieren

In der Heimat der Dieselskandal, auf dem wichtigsten Markt China wegfallende Förderung und Ärger um Audi: Bei Volkswagen stagnieren die Absätze. Gute Nachrichten aus Spanien fallen kaum ins Gewicht.
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FrankfurtDer Absatz des Volkswagen-Konzerns ist vor allem wegen der Abkühlung in China in diesem Jahr noch nicht vom Fleck gekommen. Von Januar bis Mai lag die Zahl der Auslieferungen mit 4,23 Millionen Fahrzeugen auf Vorjahresniveau, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Auf dem wichtigsten Einzelmarkt China verkaufte der Wolfsburger Konzern über alle Marken hinweg in den ersten fünf Monaten 1,51 Millionen Wagen, ein Minus von 3,3 Prozent. Auch auf dem Heimatmarkt Deutschland, wo Volkswagen wegen des Dieselskandals mit Imageproblemen kämpft, blieb die Zahl der Auslieferungen mit 554.100 knapp hinter dem Vorjahreszeitraum zurück.

In China bremst die geringere staatliche Förderung von Kompaktwagen den Pkw-Absatz der Volumenhersteller. Zusätzlich belastete ein Händlerstreit bei der Premiumtochter Audi das China-Geschäft. Audi wollte einen zweiten Vertriebskanal mit dem chinesischen Partner SAIC Motor Corp aufbauen. Dagegen lehnten sich die bisherigen Vertragshändler auf.

Ende Mai ließ Audi diesen Plan fallen, sodass die Verkaufszahlen seither nach Aussage von Vertriebschef Dietmar Voggenreiter wieder anziehen. Der VW-Konzern steigerte den China-Absatz im Mai entgegen dem Trend um 2,5 Prozent.

Unter den VW-Marken schnitt Audi in den ersten fünf Monaten des Jahres mit einem Absatzminus von knapp sechs Prozent am schwächsten ab. Auch die Kernmarke VW lag unter dem Vorjahresniveau. Die spanische Tochter Seat glänzte mit knapp 14 Prozent Zuwachs, macht aber nur knapp fünf Prozent des Konzernabsatzes aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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