Volkswagen: Auch Müller gerät ins Visier der Ermittler

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Auch Müller gerät ins Visier der Ermittler

In der Abgas-Affäre bei Audi steht offenbar auch Volkswagen-Chef Matthias Müller im Visier der Justiz. Sein Büro soll am Mittwoch durchsucht worden sein. Unterdessen nimmt der Ausstieg von Ferdinand Piëch bei VW Form an.
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FrankfurtIn der Abgas-Affäre bei Audi ist nach einem Zeitungsbericht auch der VW-Vorstandsvorsitzende Matthias Müller ins Visier der Münchner Justiz geraten. Bei Durchsuchungen am vergangenen Mittwoch hätten die Staatsanwälte in Müllers Wolfsburger Büro Unterlagen zu Audi beschlagnahmt, berichtete die Zeitung „Bild am Sonntag“ vorab. Müller, der Aufsichtsratschef bei Audi ist, werde ebenso wenig wie Audi-Chef Rupert Stadler als Beschuldigter geführt.

Die Ermittler hätten 47 Konzern-Mitarbeiter aufgelistet, die in die Affäre verwickelt sein könnten, so die Zeitung. Darunter befinde sich neben Müller auch Stadler. Bei ihnen suchten sie gezielt nach Hinweisen zum Abgas-Skandal, etwa Terminkalender, persönliche Notizbücher und Speicherkarten von Smartphones. Aus den Unterlagen erhofften sich die Staatsanwälte Erkenntnisse, ob und wann Aufsichtsräte und Vorstände bei Audi von den illegalen Praktiken wussten oder gar an ihnen aktiv mitwirkten.

Mitte der Woche hatten Fahnder an verschiedenen Orten zugeschlagen, parallel zur Vorstellung der Audi-Jahreszahlen 2016 in Ingolstadt. Durchsucht wurden unter anderem die Zentrale der VW-Tochter, das Werk Neckarsulm und auch Büros am VW-Konzernsitz Wolfsburg. Zudem gab es Razzien in nicht näher bezeichneten Wohnungen von Mitarbeitern.

Konkrete Beschuldigte in dem Verfahren wegen des Verdachts auf Betrug und strafbare Werbung gebe es bisher nicht, betonten die Staatsanwälte. Ziel sei es, erst zu klären, wer an der Verwendung manipulierter Abgas-Software und Falschangaben beteiligt war. Am Donnerstag wurde bekannt, dass auch Räume der von VW mit internen Prüfungen beauftragten US-Kanzlei Jones Day durchsucht worden waren. Dies kritisierte der Konzern als „in jeder Hinsicht inakzeptabel“.

Unterdessen könnte der Ausstieg des Autounternehmers Ferdinand Piëch aus den Konzernen Volkswagen und Porsche offenbar schon bald vollzogen werden. Die Übernahme des 1,1 Milliarden Euro teuren Aktienpaketes durch andere Mitglieder der Familien Piëch und Porsche solle noch vor der Hauptversammlung am 30. Mai in Stuttgart abgeschlossen werden, berichtete die „Bild am Sonntag“ vorab.

Die beiden weit verzweigten Familienstämme Porsche und Piëch sind die Erben des Autopioniers und „Käfer“-Konstrukteurs Ferdinand Porsche. Ihnen gehört über die Holding Porsche SE gut 52 Prozent an Volkswagen. An der Porsche SE wiederum hält der frühere VW-Chef Ferdinand Piëch über Stiftungen 14,7 Prozent, die nun verkauft werden sollen. Dabei haben seine Verwandten ein Vorkaufsrecht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Herr Piech hätte sich eigentlich schon früh darüber im klaren sein müssen dass er, um seine Macht zu erhalten, mindestens über eine Sperrminoität, heisst 25% plus eine Aktie, verfügen muss.

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