Nach langem Widerstand will Porsche
seine Aktien nun auch für Privatinvestoren interessanter machen und plant einem Aktiensplit, mit dem sich der Kurs der am Montag zeitweise mehr als 1800 Euro teuren Papiere auf ein Zehntel reduzieren wird.
Die Abstimmung über den Aktiensplit auf der Hauptversammlung Ende Januar 2008 gilt als Formsache. Die Porsche-Aktie
drehte am Montag unterdessen in die Verlustzone und wurde mit einem Minus von 4,4 Prozent bei 1645 Euro gehandelt. Postbank-Händler
Ascan Iredi sagte: "Vor allem das operative Ergebnis hat enttäuscht.“
Im Geschäft mit Sport- und Geländewagen verdiente der seit Jahren beim Gewinn von Rekord zu Rekord eilende Konzern 2006/07 nach eigenen Angaben mehr, da das gewinnträchtigste Modell 911 Turbo neu auf dem Markt war und bei den Kunden gut ankam. "Der Modellmix ist besser gewesen als im Vorjahr“, sagte ein Sprecher.
Teuer zu stehen kam den Stuttgarter Konzern die Entwicklung des für 2009 geplanten Panamera und eines Hybrid-Motors für den Geländewagen Cayenne. Diese Kosten summierten sich auf einen dreistelligen Millionenbetrag. Auch die in den Vorjahren üppig sprudelnden Gewinne aus der Absicherung von Wechselkursänderungen des Euro zum Dollar fielen 2006/07 nicht mehr so kräftig aus, wie Porsche
einräumte.

