Volkswagen

Diesel-Golfs kommen in die Werkstatt

Im Abgas-Skandal können betroffene VW-Kunden auf eine Lösung hoffen. Im größte Rückruf der Firmengeschichte wird der Diesel-Golf vorgezogen. Besitzer eines Passats müssen hingegen weiter warten.
Eigentümer des Golf TDI Blue Motion mit 2,0 Liter-Motor und Schaltgetriebe sollen per Post aus Wolfsburg über den Rückrufstart informiert werden. Quelle: Reuters
Rückruf für manipulierte Golf-Diesel

Eigentümer des Golf TDI Blue Motion mit 2,0 Liter-Motor und Schaltgetriebe sollen per Post aus Wolfsburg über den Rückrufstart informiert werden.

(Foto: Reuters)

WolfsburgNach wochenlangen Verzögerungen beim größten Rückruf in der VW-Geschichte dürfen zumindest 15.000 Besitzer eines manipulierten Golf-Diesels in ganz Europa nun auf eine Lösung hoffen. Am Dienstag sollen die Eigentümer des Golf TDI Blue Motion mit 2,0 Liter-Motor und Schaltgetriebe per Post aus Wolfsburg über den Rückrufstart informiert werden. Dies hatten in der vergangenen Woche VW-Chef Matthias Müller und Markenvorstand Herbert Diess bei der Jahrespressekonferenz von VW in Wolfsburg angekündigt.

Zeitgleich soll den Werkstätten die Software zur Verfügung gestellt werden. „Grundsätzlich sind sie dann ab sofort in der Lage, die Aktion bei den Modellen durchzuführen“, sagte ein VW-Sprecher am Montag in Hannover. Das Aufspielen soll rund 30 Minuten dauern.

Mit dem Golf wird damit ein Modell im Diesel-Rückruf vorgezogen, weil die bisherige Planung wegen technischer Probleme seit Wochen überfällig ist. Ursprünglich sollten rund 160.000 Passat-Modelle bereits Ende Februar zurückgerufen werden. Das Kraftfahrt-Bundesamt verweigert bislang aber die Freigabe. Offizielle Begründungen gibt es keine, jedoch soll es Probleme mit den Verbrauchswerten geben.

Das verdient der VW-Vorstand
Gruppenbild mit Dame
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Insgesamt 63,2 Millionen Euro hat Volkswagen im Geschäftsjahr 2015 an den Vorstand ausgeschüttet. Nicht nur aktuelle Vorstände sind unter den Spitzenverdienern...

Matthias Müller - 4,17 Millionen Euro
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Seine ersten Monate an der Konzernspitze war für Matthias Müller sicher nicht vergnügungssteuerpflichtig. Im Vergleich zu seinen Vorgängern verdiente er in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 deutlich weniger. Seine Vergütung setzt sich zusammen aus einem Festgehalt von etwa 1,11 Million Euro und einem Bonus von 2,77 Millionen Euro. Hinzu kommt ein Versorgungsaufwand von etwa 300.000 Euro. Im September hatte er Martin Winterkorn an der Konzernspitze abgelöst.

Herbert Diess - 7,12 Millionen Euro
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Der Königstransfer hat sich seinen Wechsel von München nach Wolfsburg gut bezahlen lassen. In seinem ersten halben Jahr in Diensten von VW hat der ehemalige BMW-Spitzenmanager Diess mehr verdient als Konzernchef Müller. Zu seinem Fixgehalt von rund 5,7 Millionen kommt ein Versorgungsaufwand von 312.000 Euro und ein Bonus von 1,13 Millionen Euro. In der Vergütung enthalten ist allerdings eine Wechselprämie von 5 Millionen Euro.

Francisco Garcia Sanz - 4,36 Millionen Euro
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Der alte Hase im VW-Vorstand verdient deutlich weniger als im Vorjahr. Der Einkaufchef kassierte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Fixgehalt von 1,29 Millionen Euro, hinzu kamen Prämien in Höhe von rund 2,26 Millionen Euro und ein Versorgungsaufwand von 816.000 Euro.

Jochem Heizmann - 3,45 Millionen Euro
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Das China-Geschäft zeigt sich vom Dieselskandal absolut unbeeindruckt. Auch an China-Vorstand Jochem Heizmann ist der Skandal spurlos vorbeigegangen. 1,2 Millionen kassiert Heizmann als Fixgehalt, hinzu kommen Bonuszahlungen von etwa 2,25 Millionen Euro.

Andreas Renschler - 14,91 Millionen Euro
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Mit seinem Wechsel von Daimler zu VW überflügelt Lkw-Vorstand Andreas Renschler sogar seinen ehemaligen Boss Dieter Zetsche beim Einkommen. Durch eine Wechselprämie von 11,5 Millionen Euro schießt sein Fixgehalt auf 12,8 Millionen Euro - und das ohne den Januar. Hinzu kommt ein Bonus von 2,06 Millionen Euro. Damit ist Renschler der Spitzenverdiener im VW-Vorstand.

Rupert Stadler - 4,1 Millionen Euro
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Audi ist zwar die Gewinnmaschine von Volkswagen. Doch Audi-Chef Stadler verdient im Vergleich zum Vorjahr allerdings fast drei Millionen Euro weniger. Sein Fixgehalt beläuft sich auf 1,11 Millionen Euro. Hinzu kommt ein Bonus von etwa 2,26 Millionen Euro, plus einem Versorgungsaufwand von 723.000 Euro.

Als Reaktion auf die Manipulationen von mehr als elf Millionen Fahrzeugen weltweit, davon rund 2,5 Millionen in Deutschland, hatte Volkswagen im Januar mit dem Rückruf des Pick-up Modells Amarok begonnen. Von den rund 8500 Fahrzeugen konnten bis Anfang Mai laut VW-Nutzfahrzeuge rund 6300 umgerüstet werden. Auch die VW-Töchter Audi und Seat durften zwischenzeitlich einige Autos zurückrufen.

  • dpa
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