Volkswagen
Hintergrund: Streit um den Golf-Geländewagen

Der Autobauer Volkswagen will mit einem neuen Geländewagen auf Basis des Golf seine Modellpalette auf einem wichtigen Feld erweitern.

HB WOLFSBURG. Das neue Auto, der „kleine Bruder“ des Geländewagens „Touareg“, soll 2007 auf den Markt kommen. Der Wagen wird in Medien vielfach „Marrakesch“ genannt, VW hat allerdings noch keinen Namen bekanntgegeben.

Die Tarifvereinbarungen vom Herbst 2004 sahen eine Fertigung des Geländewagens im VW-Stammwerk Wolfsburg vor. Allerdings müsse konkurrenz- und wettbewerbsfähig produziert werden, hieß es.

Die VW-Spitze will nun die Produktionskosten für den Wagen deutlich senken. Nur dann könne das Auto im harten Konkurrenzkampf zu attraktiven Preisen angeboten und profitabel in die USA exportiert werden. 2000 € sind bereits eingespart worden - etwa bei Marketing- und Vertriebskosten. Nun sollen zusätzlich 850 € bei den Personalkosten herausgeholt werden.

An diesem Montag lief eine Frist von VW-Markenchef Wolfgang Bernhard aus: Entweder Betriebsrat und IG Metall sind zu Zugeständnissen bei den Personalkosten bereit oder der Golf- Geländewagen wird in Portugal gebaut. Dort wäre eine Fertigung nach derzeitigem Stand rund 1000 € pro Stück günstiger.

Dazu soll die Arbeitnehmerseite einer Produktion zu Bedingungen zustimmen, die im Kern bereits für die Fertigung des Touran in der Auto 5000 GmbH gelten. Dies würde geringere Löhne und andere Arbeitszeiten bedeuten.

Nach VW-Darstellung könnten rund 1000 Arbeitsplätze in Wolfsburg gesichert werden, wenn der Wagen im Stamwerk gebaut würde. Dem Vernehmen nach sollen pro Jahr rund 60 000 Stück gefertigt werden.

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