Volkswagen in den USA
US-Gewerkschaft gewinnt mehr Einfluss bei VW

Im Kampf um mehr Einfluss in den US-Werken des Autobauers VW hat die Autogewerkschaft UAW einen wichtigen Erfolg erzielt. In Tennessee stimmten Facharbeiter des Werks Chattanooga für eine gewerkschaftliche Vertretung.

DetroitDie US-Autogewerkschaft UAW ist im Ringen um mehr Einfluss bei Volkswagen einen großen Schritt vorangekommen. Erstmals stimmten die Facharbeiter der Fabrik in Chattanooga im Bundesstaat Tennessee mit großer Mehrheit dafür, sich von einer Gewerkschaft vertreten zu lassen, wie die UAW und VW am Freitag mitteilten.

Falls die US-Arbeitsbehörde das Votum wie erwartet durchwinkt, sind die VW-Facharbeiter damit die ersten Mitarbeiter eines ausländischen Auto-Konzerns in den US-Südstaaten, die ihre Gehälter von einer Gewerkschaft aushandeln lassen. Experten sehen damit auch den Weg für mehr Einfluss der Arbeiter bei anderen ausländischen Autofabriken in den USA geebnet.

Die UAW versucht seit Jahren Mitarbeiter in den Südstaaten gewerkschaftlich zu organisieren. Darunter sind auch die, die in Fabriken von Daimler und Nissan tätig sind. „Das gibt der UAW ein wichtiges neues Werkzeug beim Versuch die ausländischen Autohersteller zu organisieren“, sagte der frühere Automanager, Dennis Cuneo. Die Facharbeiter in Chattanooga machen zwar nur etwa elf Prozent der insgesamt 1450 Arbeiter in dem VW-Werk aus. Das Votum habe aber große Symbolkraft.

Chattanooga war lange das einzige VW-Werk weltweit ohne gewerkschaftlichen Schutz und Arbeitnehmervertretung. Bei einer früheren Umfrage hatte eine knappe Mehrheit der Gesamtbelegschaft in dem Werk es abgelehnt, sich von der UAW vertreten zu lassen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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