Volkswagen-Konzern dementiert
Spekulationen über schärferen Volkswagen-Sparkurs

Einem Pressebericht zufolge plant der Volkswagen-Konzern in Anbetracht der weiter schleppenden Autokonjunmktur einen schärferen Sparkurs. Der Autobauer hat dies jedoch dementiert.

HB HAMBURG. „Ich kann das nicht bestätigen“, sagte VW-Sprecher Thomas Mickeleit am Mittwoch. Zu internen Gedankenspielen - so sie denn existierten - äußere sich Volkswagen nicht, fügte er hinzu. Der Gesamtbetriebsrat appellierte unterdessen an die Konzernleitung, bei ihren Bemühungen um Kostensenkungen eine Spaltung der Belegschaft zu vermeiden.

Die „Financial Times Deutschland“ hatte unter Berufung auf das Umfeld des Unternehmens berichtet, Europas größter Autokonzern denke über eine Ausweitung seines Sparkurses nach. Es würden bereits Pläne für den Vorstand erarbeitet, noch sei über weitere Kostensenkungen aber nicht entschieden. Volkswagen hat seinen Sparkurs nach dem Gewinneinbruch des vergangenen Jahres bereits forciert. Bis Ende 2005 sollen zwei Mrd. € zusätzlich eingespart werden und weltweit 5000 Arbeitsplätze außerhalb der Automobilproduktion wegfallen.

Betriebsratschef Klaus Volkert sagte, es sei deutlich erkennbar, dass der Druck auf die Belegschaft zunehme, materielle Abstriche hinzunehmen. Wenn die Spielräume enger würden, führe dies zwangsläufig zu Spannungen in einem so großen Gefüge wie dem Volkswagen-Konzern. Es dürften aber nicht in erster Linie bei den Einkommen gekürzt werden. Vielmehr sollten Einsparungen vorrangig durch intelligente Managementleistungen erreicht werden, um Strukturen und Prozesse zu straffen. In den vergangenen Wochen war wiederholt über Konflikte zwischen Arbeitnehmervertretung und Konzernleitung wegen des Sparkurses spekuliert worden.

Im laufenden Jahr will der Konzern ein operatives Ergebnis - vor Sondereinflüssen - in Höhe des Vorjahres von 2,5 Mrd. € erzielen. Dazu sollen die im Frühjahr eingeleiten Einsparungen beitragen. In den ersten drei Monaten hatte Volkswagen allerdings nur dank seiner Finanzsparte einen Verlust vermeiden können. Sowohl das Vorsteuerergebnis als auch der Reingewinn waren von Januar bis März um fast 90 % eingebrochen. Die VW-Aktie lag am Nachmittag nahezu unverändert bei 35,10 € und tendierte damit schwächer als der Deutsche Aktienindex.

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