Volkswagen-Konzern
Luxusmodell VW Phaeton verkauft sich besser

Der Fortschritt des Volkswagen-Sorgenkindes Phaeton in Deutschland verwundert selbst Branchenkenner: Der Verkauf des Oberklassemodells legte auf seinem wichtigsten Markt von Januar bis September um mehr als 20 Prozent zu. In Gesamteuropa stieg der Phaeton-Verkauf um acht Prozent an.

HB WOLFSBURG. Wie eine VW-Sprecherin dem Handelsblatt bestätigte, verkauften die deutschen Händler vom größten Volkswagen-Modell von Januar bis September 2 146 Stück. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es 1 784. Die Sprecherin führte den Anstieg auf eine Überarbeitung des Modells im Juni zurück. Dem bis dahin dümpelnden Flaggschiff spendierte VW als erstem Auto des Konzerns einen V6-TDI-Motor der zukünftigen Abgasnorm Euro 5, weitere Fahrassistenten und ein neues Navigationssystem.

„Uns kommt die Steigerung verdächtig hoch vor“, hieß es dagegen in BMW-Kreisen, die vermuteten, dass VW den Phaeton vor allem an Mitarbeiter mit hohem Rabatt verkaufe. Das Spitzenmodell der Münchener ging bis einschließlich September 2 900 mal an Kunden. Der Abstand zu Volkswagen ist damit deutlich geschrumpft. Allerdings sieht der 7er BMW dem Ende seines Verkaufszyklus entgegen. Der Nachfolger soll Ende 2008 auf den deutschen Markt kommen.

Das von VW-Chef Martin Winterkorn in seiner Zeit als VW-Entwicklungschef Mitte der 90er Jahre konzipierte Oberklassemodell Phaeton konnte nach seiner Markteinführung vor fünf Jahren nie richtig Fahrt aufnehmen. Vor allem der Verkauf an Mitarbeiter und günstige Leasingkonditionen sorgten für Absatz. In den USA nahm Volkswagen das Auto ganz vom Markt. Als Begründung führte der Konzern Imageprobleme an. VW-Manager verweisen darauf, dass auch der inzwischen erfolgreiche Audi A8 einige Jahre gebraucht habe, bis er am Markt angenommen worden sei. In Deutschland verkaufte die VW-Tochter in den ersten neuen Monaten des Jahres mit 3 700 Audi A8 deutlich mehr Autos als BMW vom 7er.

Volkswagen plant einen Nachfolger des Phaetons, der aber nicht unbedingt als klassische Limousine kommen soll. Auch in den USA will VW dann einen neuen Anlauf nehmen. „Wir brauchen auch Nischenmodelle wie den nächsten Phaeton“, hatte Volkswagens neuer US-Chef Stefan Jacoby dem Handelsblatt Anfang Oktober gesagt.

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