Volkswagen-Kunden
Gericht sieht wenig Chancen für Schadenersatz

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Weltweit sind elf Millionen Fahrzeuge betroffen

Der Rechtsdienstleister Myright hatte Anfang Januar die erste Musterklage gegen VW beim Landgericht Braunschweig eingereicht. Darin argumentiert die US-Kanzlei Hausfeld, dass die Betriebserlaubnis für einen VW durch den Einbau einer verbotenen Abschalteinrichtung erloschen sei und das Auto nie hätte in Verkehr gebracht werden dürfen.

Der Kläger fordert von Volkswagen die Rücknahme des Fahrzeugs und die volle Erstattung des Kaufpreises. MyRight vertritt nach eigenen Angaben insgesamt mehr als 100.000 VW-Kunden. Die Kläger treten ihre Forderung an den Dienstleister ab, der gegen den Konzern klagt. Im Erfolgsfall streicht MyRight 35 Prozent Provision ein.

Volkswagen hatte im September 2015 auf Druck der US-Umweltbehörden zugegeben, die Stickoxidwerte von Dieselautos durch eine spezielle Software manipuliert zu haben. Weltweit sind davon rund elf Millionen Fahrzeuge betroffen, allein in Europa sind es rund 8,5 Millionen. Während die Kunden in den USA von VW entschädigt werden, sollen die Käufer in Europa leer ausgehen. Hier argumentiert der Wolfsburger Autobauer, die in den Fahrzeugen mit dem betroffenen Motor vom Typ EA 189 enthaltene Software stelle keine unzulässige Abschalteinrichtung nach europäischem Recht dar.

Sollten die Braunschweiger Richter der Argumentation von MyRight folgen, könnten sich weitere Kläger anschließen. Auf diesem Weg könnte VW zur Entschädigung einer größeren Zahl von Kunden gezwungen werden. Damit wäre im Ergebnis eine Art Sammelklage erreicht, die es in Verbraucherschutzfragen nach deutschem Recht bisher nicht gibt.

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Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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