Volkswagen, Mercedes & Co Deutscher Automarkt legt kräftig zu

Der deutsche Automarkt hat im abgelaufenen Monat kräftig zugelegt. Die meisten Hersteller haben wesentlich mehr Autos verkaufen. Bei den Verkäufen nach Antriebsarten gibt es jedoch einen klaren Verlierer.
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Im Mai wurden deutlich mehr Fahrzeuge zugelassen. Quelle: dpa
Deutscher Automarkt

Im Mai wurden deutlich mehr Fahrzeuge zugelassen.

(Foto: dpa)

FlensburgDer deutsche Automarkt hat im Mai einen deutlichen Aufschwung verzeichnet. Im vergangenen Monat wurden 323.952 Autos neu zugelassen – das waren 12,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Kraftfahrtbundesamt am Freitag in Flensburg mitteilte. Das lag auch an mehr Verkaufstagen in diesem Jahr.

Weiter bergab ging es für den Dieselantrieb: Von den Neuzulassungen entfielen im Mai lediglich noch 40,4 Prozent auf den Selbstzünder, nach 46,3 Prozent ein Jahr zuvor. Deutliche Zuwächse konnten neue Antriebsarten wie Elektroautos und Mischformen aus E-Antrieben und Verbrennermotoren erzielen – in absoluten Zahlen bleibt der Markt für sie aber nach wie vor klein.

Kräftig zulegen konnten unter den größeren Marken unter anderem Mercedes und Ford, aber auch Volkswagen und BMW steigerten ihre Verkäufe. Bei Opel und Audi fiel das Plus verhaltener aus. Insgesamt mussten nur wenige Marken geringere Neuzulassungen verkraften.

Was Autokäufer wählen würden
Volkswagen
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Korreliert das Fahren bestimmter Automarken mit parteipolitischen Präferenzen? Die Nürnberger Marktforschung Puls hat im Mai 2017 daher 1010 Autokäufer zu ihrem Wahlverhalten befragt. Mit teils erstaunlichen Ergebnissen. Da wäre beispielsweise Volkswagen: Europas größter Autobauer, nach dem Dieselskandal bei den Grünen verrufen? Von wegen! Immerhin stolze sieben Prozent der Volkswagenfahrer geben an, grün zu wählen – auf so viel Gegenliebe unter den Umweltrettern stößt nur noch eine weitere Marke. Auch für die Linke können sich sieben Prozent begeistern, für die AfD gar elf. Und: Mit 26 zu 18 Prozent schlägt die Union die SPD.

Mercedes-Benz
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Bundeskanzlerin Angela Merkel und Mercedes-Chef Dieter Zetsche sind offenbar ein echtes Dreamteam: Mercedes-Käufer sind für CDU/CSU eine sicher Bank, 32 Prozent wählen der Studie zufolge die Union. Nur 18 Prozent entfallen auf die SPD. FDP und AfD holen je 10 Prozent. Gar nichts übrig haben Mercedes-Käufer für die Linke: Sie erhält nicht ein einziges Prozent der Mercedes-Fahrer.

Audi
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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat gut Lachen: Auch Audi wird besonders von konservativen Fahrern geschätzt, 31 Prozent der Käufer wählen CDU/CSU. Und die Kunden der Ingolstädter können sich noch weniger für die SPD erwärmen als Mercedes-Käufer, nur 13 Prozent würden für die Sozialdemokraten stimmen. Im Nacken sitzen denen bereits FDP und AfD mit erneut je 10 Prozent. Die Linke schafft bei Audi die fünf-Prozent-Marke.

Ford
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Elf Prozent der Ford-Käufer wählen die Linke – zwölf Prozent wiederum die AfD. 19 Prozent entscheiden sich für die Union, 14 Prozent für die SPD. Die FDP schafft mit fünf Prozent die entsprechende Hürde, die Grünen scheitern mit vier Prozent knapp. Die stärkste Fraktion macht bei der US-Marke eine andere Gruppe aus: 20 Prozent der Ford-Käufer wissen gar nicht, wen sie wählen sollen.

BMW
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Aller guten Dinge sind drei: Der dritte Premium-Hersteller, das dritte Mal stimmen 10 Prozent der Kunden für die FDP. Weit weniger erfreulich fällt das Ergebnis diesmal für die Union aus: Von den BMW-Käufern gibt es nur 19 Prozent, die SPD schafft 14 Prozent. Die AfD kann sich über satte 12 Prozent freuen.

Opel
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Patt zwischen den Volksparteien: Opel-Käufer entscheiden sich zu je 19 Prozent sowohl für CDU/CSU und die SPD. Viele Sympathien gibt es außerdem am linken wie auch am rechten Rand: 10 Prozent gibt es für die Linke, 13 Prozent für die AfD.

Skoda
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Und bei den Skoda-Käufern ist es dann soweit: Die SPD übernimmt die Führung. Mit 26 zu 25 Prozent schlagen die Sozialdemokraten die Union hauchdünn. Allerdings läuft alles auf eine große Koalition hinaus: In den Skoda-Bundestag schaffen es sonst nur noch FDP und AfD mit jeweils 9 Prozent, Grüne und Linkspartei bleiben mit je 4 Prozent auf der Strecke.

  • dpa
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