Volkswagen
Piechs Masterplan: Zwei neue Marken für VW

Zehn Automarken sind nicht genug. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech will mehr. Er will zwei weitere Autolabels unter dem Dach von Volkswagen vereinen. Schlüssige Begründung von Piech: Ein Dutzend könne man sich leichter merken als zehn. Wer noch in VWs Armen landen könnte, darauf hat VW-Chef Martin Winterkorn schon einen Hinweis gegeben.

HB FRANKFURT. Der Übernahmehunger von Volkswagen-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech ist mit Porsche noch nicht gestillt. Der Firmenpatriarch will die Krise in der Autobranche nutzen, um die von ihm angestrebte Lkw-Allianz voranzutreiben. "In der Not geht alles schneller", sagte Piech am Rande der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt. Über den Kauf weiterer Marken werde schon gesprochen - ob intern oder mit anderen, ließ Piech offen. "Ein Dutzend kann man sich leichter merken als zehn", sagte er.

Der Sportwagenbauer Porsche soll die zehnte Marke von Volkswagen werden. "Jetzt ist Porsche in Ordnung, jetzt können wir wieder weitermachen", sagte Piech. Am Münchner Nutzfahrzeugkonzern MAN hält VW fast 30 Prozent. Auf eine Aufstockung angesprochen, sagte VW-Finanzvorstand Hans-Dieter Pötsch: "Jeder spricht mit jedem."

Schließlich sei es kein großes Geheimnis, dass VW maßgeblich an MAN beteiligt sei. Die MAN-Aktie stieg am Dienstag um bis zu 1,7 Prozent auf ein Jahreshoch, weil Piechs Äußerungen nach Angaben von Händlern die Übernahmefantasie wieder geweckt haben. Piech hat sich seit längeren auf die Fahnen geschrieben, VW auch bei Lkw in eine führende Rolle zu bringen.

Dazu beteiligte sich VW zunächst an dem schwedischen Lkw-Bauer Scania, der zur neunten Marke von Volkswagen wurde. Das Geschäft mit schweren Lastwagen in Brasilien verkaufte VW unlängst an MAN. Piech machte deutlich, dass der neue Lkw-Konzern unter dem Dach von Volkswagen entstehen soll. Zu Details wollte er sich nicht äußern. "Das muss ich erst unserem Vorstand vorschlagen", sagte der Aufsichtsratschef.

Zurzeit gehe es mit der Allianz im Lastwagen-Geschäft zu langsam voran. "Aber das wird schneller werden." Im Laufe dieses Jahres könnten die ersten Schritte dazu eingeleitet werden. Dagegen habe er sich den Kauf einer italienischen Motorradmarke "abgeschminkt", sagte Piech. Seit Wochen halten sich auch Spekulationen, dass VW an der japanischen Kleinwagenmarke Suzuki Interesse hat. Im August hatte Reuters erfahren, dass es bereits Gespräche gegeben hat.

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