Volkswagen
Porsche-Teams sollen Effizienz steigern

Berater-Teams könnten schon bald die Volkswagen-Werke unter die Lupe nehmen. Angeblich will der VW-Großaktionär Porsche seine hauseigenen Unternehmensberater in Werke schicken, um die Effizienz der Produktion zu steigern.

HB STUTTGART / WOLFSBURG. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking werde Berater-Teams von Porsche Consulting, einer Tochterfirma des Sportwagenherstellers, zunächst das VW-Stammwerk Wolfsburg auf Produktivitätsverbesserungen analysieren lassen, berichtete die „Automobilwoche“. Das Magazin beruft sich auf das Umfeld Wiedekings und VW-Manager. Demnach suchen die Porsche-Berater vorrangig bei den Arbeitsabläufen und im Materialfluss nach Optimierungspotenzial.

Nach Wolfsburg stünden weitere Konzern-Werke auf der Agenda. „Im nächsten Schritt möchte Wiedeking die spanischen VW-Werke sondieren“, sagte ein Insider aus dem Umfeld des Porsche-Chefs. Pamplona und Martorell hätten bei Arbeits- und Logistikkosten inzwischen großen Nachholbedarf.

Als Vorbild für das Engagement der Porsche-Berater in der Pkw-Montage von VW gelte deren Einsatz im Nutzfahrzeugwerk Hannover. In der VW-Fabrik, aus der Porsche die lackierten Karosserien des 2009 anlaufenden Coupés Panamera beziehen wird, hätten die Berater mit moderner Arbeitsorganisation bereits für höhere Effizienz gesorgt. Auch die erfolgsabhängige Vergütung, bei der das Porsche-Honorar nach Kennzahlen wie Höhe des Lagerbestands und Anzahl der Qualitätsreklamationen bemessen wird, solle übernommen werden.

Die Idee, Porsche-Experten verstärkt bei VW einzusetzen, hatte Wiedeking laut „Automobilwoche“ in seiner Funktion als Mitglied des VW-Aufsichtsrats bereits vergangenen Sommer dem damaligen VW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder unterbreitet. Dieser jedoch habe angesichts des damals anhängigen Tarifstreits zusätzlichen Konfliktstoff mit Betriebsrat und IG Metall gescheut. Pischetsrieders „ablehnende Haltung“, sagte ein VW-Aufsichtsrat, habe Aufsichtsratschef Ferdinand Piech „in seiner Absicht bestärkt“, den Konzernführer durch Audi-Chef Martin Winterkorn zu ersetzen.

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