Volkswagen-Quartal VW streicht Dieselgate aus der Bilanz

Im ersten Quartal laufen die Geschäfte für Volkswagen besser. Es gibt keine Rückstellungen mehr für die Diesel-Affäre. Allein schon deshalb gibt es in Wolfsburg wieder schwarze Zahlen.
Update: 31.05.2016 - 11:00 Uhr 17 Kommentare

Expertengespräch zu VW: „Wir werden überall beschissen“

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DüsseldorfVolkswagen versucht die Rückkehr zur Normalität. Nach der Diesel-Affäre aus dem Herbst vergangenen Jahres ist das dem Wolfsburger Konzern im ersten Quartal von 2016 zumindest ansatzweise gelungen. Der Umsatz liegt für die Monate von Januar bis März bei knapp 51 Milliarden Euro, was gegenüber dem Vorjahr einem Minus 3,4 Prozent entspricht. Nach Steuern lag der Konzerngewinn in den ersten drei Monaten bei 2,4 Milliarden Euro, im Vorjahr waren es noch 2,9 Milliarden Euro.

Im ersten Quartal gab es keine Sonderbelastungen in Milliardenhöhe wie zu Ende vergangenen Jahres. Im dritten und im vierten Quartal von 2015 hatte VW wegen der Kosten der Diesel-Affäre mehr als 16 Milliarden Euro zurückgestellt und war dadurch tief in die Verlustzone gerutscht. Für Marktbeobachter war damit schon im Vorfeld klar, dass der Wolfsburger Konzern im ersten Quartal wieder schwarze Zahlen schreiben würde.

„Wir haben unter schwierigen Bedingungen respektable Ergebnisse erwirtschaftet“, kommentierte VW-Konzernchef Matthias Müller am Dienstagmorgen das Quartalsergebnis. Dem Unternehmen sei es gelungen, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Diesel-Affäre in Grenzen zu halten. Trotzdem warfen Anleger die VW-Papiere aus den Depots und drückten den Kurs bis zu 4,7 Prozent ins Minus.

Die Marke VW leidet immer noch am stärksten unter dem Skandal mit manipulierter Software in den Dieselmotoren. Das operative Ergebnis der Marke ist im Vergleich zum Vorjahresquartal von 514 auf 73 Millionen Euro gefallen. Die operative Rendite liegt gerade einmal bei 0,3 Prozent. Dass der Konzern überhaupt ein vergleichsweise gutes Gesamtergebnis präsentieren konnte, liegt an den unverändert guten Verkaufszahlen der Premiumtöchter. Porsche und Audi verdienen ordentlich und können so die Probleme bei der Marke VW mehr als ausgleichen.

Schlimmes Jahr 2015
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17 Kommentare zu "Volkswagen-Quartal: VW streicht Dieselgate aus der Bilanz"

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  • Herr Troll, Sie haben nichts verstanden.

  • Wer braucht denn Aktien?
    Da fällt KESt an, dann doch lieber meine Schiffsbeteiligungen.

  • Verstehe ich auch nicht, dieser Delli ist die Sachlichkeit in Person.

  • Ralph wird wegen unsachlich gelöscht?

    Das kann nicht sein.
    Ob er über seine Millionen ,sein Gold,seinen Fuhrpark oder über die Lohnsklaven berichtet, das ist immer sachlich.
    Der einzige ausser mir, ich mit meinen immensen Schiffsbeteiligungen, der hier durchblickt!

  •  Der Deli-Troll,
    ein Hartzer wie er im Buche steht! Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Volkswagen hat für das erste Quartal des Jahres einen Rückgang des Gewinns um rund ein Fünftel bekanntgegeben. Der Nettogewinn sank demnach auf rund 2,3 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern einen Jahresverlust erwirtschaftet – wofür vor allem Rückstellungen im Zuge der Abgas-Manipulationen verantwortlich waren.

  • "Es gibt keine Rückstellungen mehr für die Diesel-Affäre. Allein schon deshalb gibt es in Wolfsburg wieder schwarze Zahlen."

    Und, macht das jetzt irgendetwas besser?

    Sieht ganz so aus, als wollten zu viele Leute unbedingt ver...... werden.

    Warum bloß?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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