Volkswagen-Rivale
Hyundai-Gewinn bricht ein

Dort bauen, wo die Kunden leben: Hyundai will mehr Fabriken im Ausland öffnen. Damit umgeht der südkoreanische Autobauer das Wechselkursrisiko: Der starke Won verteuert die Produkte im Ausland.
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SeoulDer südkoreanische Autobauer Hyundai hat nach einem Gewinnrückgang angekündigt, vermehrt Autos im Ausland zu bauen. Hintergrund ist der hohe Kurs der Landeswährung Won, der die Fahrzeuge des weltweiten Branchenfünften auf ausländischen Märkten verteuert und damit den Absatz dämpft. „Wir planen, die Produktion in den Märkten auszuweiten, in denen Nachfrage besteht“, sagte Finanzchef Lee Won Hee am Donnerstag.

Damit vollzieht der Volkswagen-Rivale einen Kurswechsel. Der Konzern, zu dem auch die Marke Kia gehört, hatte sich in den letzten beiden Jahren vor allem auf die Steigerung der Qualität anstatt den Ausbau der Produktion konzentriert.

Den Schwenk angedeutet hatte Hyundai bereits im März, als das Unternehmen ein neues Werk für China angekündigt hatte. Damit sollte der Anteil am weltgrößten Automarkt stabil bei zehn Prozent gehalten werden. Auch im zweiten Quartal lief es in der Volksrepublik gut. Hyundai verkaufte elf Prozent mehr Autos.

Negativ zu Buche schlugen dagegen die Aufwertung des Won und hohe Rabatte in den USA, mit denen Hyundai dort ältere Modelle loswerden wollte. Im Konzern fiel der Überschuss im Zeitraum von April bis Juni um knapp sieben Prozent auf umgerechnet 1,62 Milliarden Euro. Damit wurden die Analystenerwartungen verfehlt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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