Volkswagen-Variante des Voyager geplant
VW und Daimler-Chrysler verbünden sich

VW-Markenchef Wolfgang Bernhard und der neue Daimler-Chef Dieter Zetsche stehen offenbar vor einem ersten gemeinsamen Coup. VW will sein Angebot in den USA mit einem von Chrysler produzierten Van erweitern. Ein entsprechender Vertrag könnte bereits auf der Automesse IAA im September unterzeichnet werden.

HB FRANKFURT. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen verhandelt Ex-Chrysler-Vize Bernhard mit seinem ehemaligen Chef Zetsche darüber, bei Chrysler in den USA einen VW-Van bauen zu lassen. Das Auto auf Basis der nächsten Generation des Chrysler-Modells Voyager soll ausschließlich auf dem US-Markt angeboten werden und könnte schon 2007 bei den Händlern stehen. Offiziell hieß es bei beiden Firmen: „Zu Spekulationen nehmen wir nicht Stellung.“

Das könnte sich schon in wenigen Wochen ändern: Wenn die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, könnten Bernhard und Zetsche bereits auf der Autoshow IAA im September die Verträge unterzeichnen, hieß es aus Unternehmenskreisen. Hintergrund ist, dass die VW-Verkaufszahlen in den USA zwischen 2002 und 2004 um rund 20 Prozent zurückgegangen sind. Im ersten Halbjahr 2005 betrug der Absatzeinbruch weitere 17 Prozent. Den VW-Händlern in den USA fehlt unter anderem ein Angebot auf dem starken Van-Sektor. Der in Wolfsburg gebaute Touran erfüllt nicht alle US-Richtlinien.

Die Kooperation könnte ähnlich der allerdings bereits wieder gelösten Zusammenarbeit von VW mit Ford bei größeren Vans in Europa laufen. Um schnell und kostengünstig in das Segment einsteigen zu können, teilten sich die Firmen die Produktionsanlagen für den Ford Galaxy und den VW Sharan. Die Autos unterschieden sich nur leicht im Design und der Innenraumgestaltung. Das Bündnis würde beiden helfen: Chrysler könnte seine Produktion besser auslasten, VW schnell eine Lücke in der Angebotspalette schließen.

Van schon lange angekündigt

Einen Van hatte Bernhard den US-Händlern bereits im Juli als eines von zehn neuen Modellen in den nächsten drei bis vier Jahren angekündigt – ohne Details zu nennen. Ursprünglich sollte der speziell für die USA konzipierte Microbus, der optisch an das Erfolgsmodell Bulli angelehnt war, das Angebot abrunden. Das Projekt wurde jedoch auf Grund der hohen Kosten und des schwächer werdenden Dollars verworfen.

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