Volkswagen
VW-Chef Winterkorn soll bis 2018 bleiben

Nach dem gewonnenen Machtkampf sitzt Martin Winterkorn fester im Sattel denn je. Der Chef von Volkswagen soll bis 2018 an der Spitze des Autobauers bleiben. Auch eine andere Personalie könnte sich bald klären.
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WolfsburgMartin Winterkorn soll bis Ende 2018 Vorstandschef bei Europas größtem Autobauer Volkswagen bleiben. Das Präsidium des Aufsichtsrats will dem Kontrollgremium vorschlagen, mit dem 68 Jahre alten Manager einen neuen Vertrag zu schließen, wie der VW-Konzern am Mittwoch in Wolfsburg mitteilte. Der Kontrakt des bestbezahlten Dax-Managers sollte nach bisherigem Stand Ende 2016 auslaufen.

„Wir werden mit Professor Martin Winterkorn an der Spitze den Erfolgsweg der vergangenen Jahre weitergehen und die Ziele der Strategie 2018 konsequent umsetzen“, erklärte Berthold Huber, Vorsitzender des Aufsichtsrates von Volkswagen.

Im Frühjahr hatte Winterkorn einen wochenlangen Machtkampf mit dem inzwischen abgetretenen langjährigen Chefaufseher und VW-Patriarchen Ferdinand Piëch überstanden. Dieser war in einem „Spiegel“-Interview völlig überraschend „auf Distanz“ zum Vorstandsvorsitzenden gegangen und hatte damit eine Führungskrise in dem Auto-Imperium ausgelöst.

Winterkorn nahm anschließend einen großangelegten Konzernumbau in Angriff. Unter anderen sollen die einzelnen Marken und Regionen in der Volkswagen-Gruppe mehr Verantwortung bekommen.

Mit einem Jahreserlös von 200 Milliarden Euro und gut zehn Millionen verkauften Fahrzeugen sind die Niedersachsen mittlerweile auf Augenhöhe mit General Motors und Toyota. Doch das wundersame Wachstum hat auch eine ungesunde Schieflage. 48,6 Prozent aller Verkäufe der Kernmarke VW gingen 2014 in die Region Asien/Pazifik, der Großteil davon nach China. In der Volksrepublik aber ist der Boom vorbei. Im ersten Halbjahr verkaufte der Konzern 3,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Kernmarke büßte gar sieben Prozent ein.

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Aufsichtsratsspitze könnte bald neu besetzt werden

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  • In welchem Umfang sich bei der Volkswagen AG restriktive Arbeitsformen durchsetzen oder ob innovative Arbeitsgestaltung künftig noch nennenswert von Bestand sein wird, ist stets die Folge eines politischen Entscheids. Insofern liegt es ausschließlich am Einzelnen, welchen Weg er einschlägt. Angesichts dessen die Frage zu beantworten, wer dort das Amt des Vorstandsvorsitzenden in den kommenden Jahren bekleidet, könnte somit belangloser nicht sein.

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