Volkswagen
VW fährt der Autokrise davon

Überall ist die Rede von der großen Autokrise - nur in Wolfsburg nicht. Volkswagen fährt dem Abschwung der gesamten Branche erfolgreich davon - und denkt nicht im Traum daran, von Absatzzielen abzurücken.

HB HANNOVER. Europas größter Autobauer Volkswagen hat sich im Oktober am Markt besser geschlagen als die meisten Konkurrenten. Zwar bekam Volkswagen die Kaufzurückhaltung der Kunden zu spüren, so dass der Absatz weltweit um fünf Prozent auf 502 600 Fahrzeuge schrumpfte, wie VW mitteilte. Die Konkurrenz habe allerdings ein Minus von 16 Prozent verbucht.

„An unserem Ziel, in diesem Jahr mehr Autos zu verkaufen als im Vorjahr, halten wir weiter fest“, sagte Vertriebschef Detlef Wittig. Seit Jahresbeginn liegt das Wolfsburger Unternehmen mit 5,3 Mio. verkauften Autos noch 2,8 Prozent über Vorjahr. Der Konzern profitiert von der Schwäche seiner Rivalen. Der Automarkt büßte 2,9 Prozent ein. Der Marktanteil von VW stieg damit nach Unternehmensangaben bis Ende Oktober um 0,6 Prozentpunkte auf 10,2 Prozent. Im Kernmarkt Europa stagnierte der VW-Absatz, während der Gesamtmarkt laut Herstellerverband Acea um 5,4 Prozent schrumpfte.

Als Zugpferd erwies sich der Kompaktwagen Golf VI. „Der neue Golf entwickelt sich gut, in Deutschland läuft er bislang sogar besser als erwartet“, sagte eine Volkswagen-Sprecherin. Von der Kernmarke VW verkaufte der Konzern weltweit mit 3,1 Mio. zwei Prozent mehr Pkw als zuvor. Insgesamt verkaufte VW in Europa in zehn Monaten 0,4 Prozent weniger. Dabei stieg der Absatz in Deutschland um 1,8 Prozent.

Die starken Zuwächse in Schwellenländern wie Brasilien, Russland und China bewahrten den Konzern vor einer weltweiten Stagnation. In China brachte Volkswagen in den ersten zehn Monaten 12,6 Prozent mehr Fahrzeuge an die Kunden, in Brasilien verbuchte der Konzern ein Plus von 16,7 Prozent. Im für VW noch kleinen, aber boomenden russischen Markt gingen knapp zwei Drittel mehr Autos an die Kunden.

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