Volkswagen: VW fährt Produktion in Russland zurück

Volkswagen
VW fährt Produktion in Russland zurück

Die Krise auf dem russischen Automarkt zwingt internationale Konzerne zu drastischen Sparmaßnahmen. VW will nun in Russland Personal sparen und weniger produzieren. Bricht der einstige Wachstumsmarkt weiter ein?
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Wolfsburg/kalugaVolkswagen reagiert auf die Absatzkrise auf dem russischen Automarkt und drosselt die Produktion in seinem Werk in Kaluga. Von April bis Juli werde in der Fabrik südwestlich von Moskau auf eine Viertagewoche umgestellt, teilte der Wolfsburger Konzern am Montag mit. Außerdem würden ab Mai die Zeitverträge von 150 Mitarbeitern nicht verlängert, sagte Lilija Leonowa, Sprecherin von VW-Russland, am Montag. Wer freiwillig den Konzern verlasse, erhalte eine Entschädigung, hieß es zudem in einer Mitteilung.

Der lange von Autobauern als vielversprechend gelobte russische Markt befindet sich wegen der Wirtschaftskrise seit Monaten im Abwärtstrend. Von Januar bis Februar brach der Verkauf nach Angaben der Vereinigung Europäischer Unternehmen (AEB) um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein. Volkswagen verbuchte in derselben Zeit ein Absatz-Minus von 40 Prozent.

Um sich der Krisensituation anzupassen, wechselt VW in seinem Werk in Kaluga ab Mai zudem vom Drei- in den Zweischicht-Betrieb. Für die kommenden Monate sei keine Erholung in Russland zu erwarten, hieß es. Volkswagen betonte, Russland bleibe für den Konzern ein Markt mit langfristigen Wachstumsperspektiven. Doch die aktuelle Krise trifft die Wolfsburger hart: Laut Betriebsratschef kostet sie VW „dreistellige Millionenbeträge“.

Mehrere Autobauer haben bereits auf die Krise reagiert: General Motors zieht seine Tochter Opel zum Jahresende aus Russland ab. Der Mutterkonzern selbst konzentriert sich künftig nur noch auf Fahrzeuge der Premiummarken wie Cadillac und Chevrolet im Riesenreich. Im Nissan-Werk in St. Petersburg stehen zudem derzeit bis Monatsende die Bänder still. Der russische Regierungschef Dmitri Medwedew kündigte am Montag Agenturen zufolge rund 25 Milliarden Rubel, knapp 400 Millionen Euro, Unterstützung für die angeschlagene Autobranche an.

Die Autobauer in Russland hoffen seit Jahren, Deutschland als größten Markt in Europa ablösen zu können. Wegen des massiven Einbruchs des Ölpreises seit vergangenem Sommer und verstärkt durch die Sanktionen des Westens im Ukraine-Konflikt befürchten die Hersteller 2015 aber einen Absatzrückgang von 24 Prozent.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Immer noch sprechen die deutsche Politik und die ihnen gehorsamen Medien von einer "Annektion" der Krim durch Rußland. Dabei hat es sich um einen zutiefst demokratischen Prozeß gehandlet. Es hat im Gegensatz zur Wiedervereinigung Deutschlands nach dem Zusammenbruch der SU auf der Krim ein demokratisches Referendum, bei dem sich eine überwältigende Mehrheit der Menschen für die Wiedervereinigung mit Rußland ausgesprochen hat, gegeben.

    Und heute, ein Jahr nach der russischen Wiedervereinigung, hat sich das Meinungsbild auf der Krim nicht geändert. Die Menschen auf der Krim sind in ihrer überwältigenden Mehrheit glücklich darüber, daß ihr Land wieder zu Rußland gehört.

    Als Beleg verweise ich auf diesen Artikel, der kürzlich bei Forbes erschienen ist:

    http://www.forbes.com/sites/kenrapoza/2015/03/20/one-year-after-russia-annexed-crimea-locals-prefer-moscow-to-kiev/2/

    Die deutsche Politik sollte endlich anfangen, diese Realitäten in Rechnung zu stellen. Sie sollte deshalb unverzüglich die selbstmörderischen Sanktionen gegen Rußland aufheben. Diese Sanktionen sind ungerecht, und die schaden uns und den deutschen Investitionen in Rußland mehr als Rußland selbst. Siehe Bloomberg:

    http://www.bloombergview.com/articles/2015-03-20/russia-rebounds-despite-sanctions

    Ein schönes Zitat aus diesem Bloombergbericht: "One possible reason for the growth? Sanctions. With foreign goods unavailable, Russians had to choose homegrown products and services."

    Ich bin gespannt, ob dieser Mechanismus auch bei den Autos in Rußland zu beobachten ist. Kaufen Russen jetzt vielleicht mehr Autos aus heimischer Produktion als von Herstellern aus den verachteten Sanktionsstaaten? Vielleicht recherchiert das HB das mal.

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