Volkswagen will Nullrunde, IG-Metall vier Prozent mehr in den Lohntüten
VW-Tarifrunde wird ungemütlich

Die am Dienstag beginnenden Tarifgespräche für die 100 000 Beschäftigten in den westdeutschen VW-Werken werden nach Ansicht der IG-Metall zäh verlaufen. Schon kursiert das Wort "Streik".

HB HAMBURG. Eine Lösung des Tarifkonflikts liege noch in weiter Ferne, sagte IG-Metall-Sprecher Jörg Köther am Montag in Hannover. Das Verhältnis der beiden Tarifparteien beschrieb er als nach wie vor äußerst angespannt. Am Dienstag werden Arbeitgeber und Gewerkschaft erstmals in konkrete Verhandlungen eintreten, nachdem sie zum Auftakt der Gespräche Mitte September nur ihre gegensätzlichen Positionen erläutert hatten. Ein VW-Sprecher wollte sich zu Wochenbeginn nicht zu den Tarifverhandlungen äußern.

Bis zum Ablauf der Friedenspflicht Ende Oktober haben Arbeitgeber und IG Metall bisher zwei weitere Verhandlungstermine vorgesehen. Eine Einigung in diesem Zeitraum erscheint wenig wahrscheinlich. Europas größter Autohersteller will drastische Einsparungen und weit reichende Tarifzugeständnisse der Belegschaft aushandeln, um seine Ertragskrise zu überwinden und seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Von der aktuellen Absatzflaute ist das Wolfsburger Unternehmen als Hersteller von Autos für den Massenmarkt besonders hart getroffen. Nach Einschätzung von VW-Chef Bernd Pischetsrieder ist hier vorerst keine Verbesserung zu erwarten. Er gehe sogar davon aus, dass die Automobilkonjunktur auch 2005 nicht anspringt, sagte er in einem Zeitungsinterview am Wochenende. Belastet werden die Autobauer zudem von den weiter steigenden Stahlpreisen angesichts der anhaltend hohen Nachfrage aus China. Auch beim Erdöl ist ein Ende der Rekordpreise nicht absehbar.

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