Volkswagen: Winterkorn hängt noch eine Runde dran

Volkswagen
Winterkorn hängt noch eine Runde dran

Die Verlängerung des Ende 2011 auslaufenden Vertrags von VW-Chef Martin Winterkorn ist sicher. Im Anschluss würde der Vertraute von Volkswagen-Patriarch Ferdinand Piëch seinem Mentor gern an die Spitze des Aufsichtsrats folgen.
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HAMBURG. Die Verlängerung des Ende 2011 auslaufenden Vertrags von VW-Chef Martin Winterkorn ist sicher. Sowohl die Arbeitgeberbank als auch der Betriebsrat befürworten eine Verlängerung um mindestens vier Jahre. Wie das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfuhr, ist aber unklar, ob das Volkswagen Kontrollgremium den Vertrag wie vorgesehen in der Herbst-Sitzung im November verlängert oder nur einen Vorratsbeschluss fasst, der dann zum 1. Januar 2011 greift.

Grund dafür sind formale Bedenken von Juristen, die eine Vertragsverlängerung erst genau ein Jahr vor Ablauf des Kontrakts am 31.12.2011 für rechtmäßig halten. Alternativ könnte man das Thema auch gleich auf die Sitzung im Februar verlagern, heißt es in Wolfsburg. Winterkorn bekräftigte gegenüber dem "Spiegel", er sei nicht abgeneigt weiterzumachen, wenn der Aufsichtsrat das wünsche. Es gebe im Konzern "viele Themen, bei denen Kontinuität an der Spitze hilfreich ist". Der 63-Jährige steht seit Anfang 2007 an der Konzernspitze.

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte sich bereits Ende Juli im Handelsblatt dafür ausgesprochen, Winterkorn länger an der Spitze zu halten. Im Anschluss würde der Vertraute von Volkswagens Patriarch Ferdinand Piëch seinem Mentor gern an die Spitze des Aufsichtsrats folgen. Winterkorn räumte ein, dass sein Ziel, bis 2018 Toyota als größten Autohersteller der Welt abzulösen, "ein Kraftakt" sei. Die angestrebte Steigerung der Produktion auf zehn Mio. Fahrzeuge, die Integration von Porsche und die Zusammenarbeit mit Suzuki seien "alles keine Selbstläufer".

Mark C. Schneider
Mark C. Schneider
Handelsblatt / Redakteur

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