Industrie

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Volkswagen: Winterkorn stimmt VW auf härtere Zeiten ein

VW arrangiert sich mit der Krise: Der Konzernchef Martin Winterkorn warnt vor schwierigen Zeiten. Während es in Brasilien und China weiterhin rundläuft, bereiten vor allem West- und Südeuropa dem Autobauer Sorgen.

Ein VW-Mitarbeiter kontrolliert im Wolfsburger Werk einen VW Tiguan. Quelle: dapd
Ein VW-Mitarbeiter kontrolliert im Wolfsburger Werk einen VW Tiguan. Quelle: dapd

HamburgNach Rekordauslieferungen in diesem Jahr rechnet Volkswagen für 2013 angesichts der Krise in Südeuropa mit deutlich schwierigeren Geschäften. „So viel ist sicher: Das Jahr 2013 wird hart - für die Automobilbranche als Ganzes und auch für uns bei Volkswagen", sagte Konzernchef Martin Winterkorn am Dienstag vor rund 15.000 Beschäftigten im Stammwerk Wolfsburg. Die Weltwirtschaft bleibe auf absehbare Zeit angespannt. Volkswagen schlage sich jedoch besser als der Gesamtmarkt. Als Grund nannte Winterkorn die hohe Flexibilität, die weltweite Präsenz und die breite Modellpalette.

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Vertriebsvorstand Christian Klingler stellte für 2012 eine neue Bestmarke beim Absatz in Aussicht, machte aber zugleich ebenfalls deutlich, dass 2013 ein "anspruchsvolles" Jahr werde.

Weltweit lieferte die Wolfsburger Kernmarke VW im November dank zweistelliger Zuwächse in China, Osteuropa und Brasilien rund um den Globus mehr als eine halbe Million Fahrzeuge aus, 11,5 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Seit Jahresbeginn rollten 5,22 Millionen Wagen mit dem VW-Logo zu den Kunden, ebenfalls ein Plus von elf Prozent.

Im krisengeplagten Westeuropa (ohne Deutschland) gingen die Verkäufe von Januar bis November binnen Jahresfrist um 6,4 Prozent auf rund 783.000 Einheiten zurück. Auf dem Heimatmarkt in Deutschland legten die Auslieferungen geringfügig zu (plus 0,5 Prozent). Dagegen steigerte sich VW in China um 19,2 Prozent, in den USA lieferte die Marke sogar 35 Prozent mehr aus als vor einem Jahr. In Russland legte VW sogar um 45 Prozent zu, in Brasilien um knapp elf Prozent.

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Auch der Konzern mit seinen mittlerweile zwölf Marken liegt auf Rekordkurs. Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch hatte kürzlich einer Zeitung verraten, dass die Auslieferungen im November etwa zehn Prozent über dem Vorjahr gelegen hätten. Für das Gesamtjahr peilte der Konzern zuletzt die Marke von neun Millionen Auslieferungen an. Im vergangenen Jahr hatte Europas größter Autobauer weltweit 8,3 Millionen Fahrzeuge verkauft. VW profitiert von der Schwäche der Konkurrenz und hatte seine Führung in Europa zuletzt ausgebaut.

 

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