Volle Rückendeckung
Mächtiger VW-Betriebsratschef lobt Piëchs Nachlassregelung

Dass der Auto-Patriarch Ferdinand Piëch sein Imperium, die milliardenschweren Beteiligungen an Porsche und damit indirekt auch an Volkswagen, über seinen Tod hinaus sichern will, kommt bei den VW-Arbeitnehmern gut an. Der mächtige Betriebsrat des Konzerns gibt Piëch für dessen Stiftungslösung volle Rückendeckung.
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DÜSSELDORF. „Für die Arbeitnehmer ist dies ein positives Signal der nachhaltigen Stabilität. Die schon längere Zeit existierenden Stiftungen schaffen langfristige Sicherheit bei der Struktur der Anteilseigner und sind ein Bekenntnis zum Unternehmen und den Menschen, die dort ihren Lebensunterhalt verdienen“, sagte Volkswagens Betriebsratschef und Aufsichtsrat Bernd Osterloh dem Handelsblatt (Montagsausgabe).

Am Wochenende war bekannt geworden, dass Piëch seine Anteile an Porsches Finanzholding SE, die jeweils die Mehrheit der Aktien am Sportwagenbauer Porsche AG und an der Volkswagen AG hält, und an der Salzburger Porsche Holding, einer der größten Autohändlergruppen der Welt, in zwei Stiftungen österreichischen Rechts eingebracht hat. Den Vorsitz der beiden Stiftungen „Ferdinand Karl Alpha“ und „Ferdinand Karl Beta“ hat Piëch. Stirbt er, soll ihm seine Frau Ursula folgen.

Stabilität gehe aber nicht nur von den Stiftungen, sondern vor allem von der Person Piëchs aus, sagt Osterloh. „Mit Herrn Dr. Piëch an der Spitze unseres Aufsichtsrates wird sich das Unternehmen auch in den nächsten Jahren positiv entwickeln“, ist der Betriebsratschef überzeugt. Das Duo aus Chefaufseher Piëch und Vorstandschef Martin Winterkorn sei für Volkswagen ein Wettbewerbsvorteil. „Und den gilt es so lange wie möglich zu erhalten“, fordert Osterloh.

Der 73-Jährige Piëch gilt als einer der mächtigsten und reichsten Automanager der Welt. Der Sportwagenhersteller Porsche soll nach einem verlorenen Übernahmekampf schrittweise in den VW-Konzern integriert werden. Der neue Autoriese bekommt nun durch Piëchs Schritt ein Stück Stabilität zugesichert.

Piëch ist laut einem Bericht des „Focus“ mit knapp sieben Prozent an der Porsche Automobil Holding beteiligt, die wiederum die Mehrheit an den Autoherstellern Porsche und Volkswagen innehat. Außerdem hält Piëch eine zehnprozentige Beteiligung an der Salzburger Porsche Holding, Europas größtem Autohändler. Dieser Vertriebsarm soll ebenso wie Porsche in den Volkswagen-Konzern integriert werden. VW will bis 2018 Toyota überholen und zum größten Autobauer der Welt aufsteigen.

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  • Daß ihm Menschen selbst aus der eigenen Familie hinten vorbeigehen, ist nicht neu. Er arbeitet lieber an seinem ganz persönlichen Denkmal. Nur: größer als der alte Porsche kann er auch mit noch soviel Geld nebst Stiftung niemals werden. Dafür fehlt es denn doch an zu Vielem. Da er das weiß, bleibt er ein trauriger Mensch.

  • Geld und Macht kann man halt nicht ins Grab mitnehmen. Und jetzt beginnt schon zu Lebzeiten von Opa Ferdi das Hauen und Stechen um die Kohle.
    Vielleicht sollte Piech zu Lebzeiten noch was Gutes tun, anstatt das riesige Vermögen, dass nur durch legalisierten betrug erworben wurde, zu schützen.

    Legalisierter betrug ist wenn Andere arbeiten, aber der Mann an der Spitze Unmengen an Geld "verdient".

  • Guten Tag,.... Na Piech du oller intrigant. Wohin fahren wir denn diesmal mit dem betriebsrat..... nach Rio oder nach Pattaya ? Puff ist Puff..... Oder ?. Aber im Ernst,.... betriebsraete soll,..... oder noch besser MUSS man kaufen. Eher traue ich dem Ollen; als dass ich auch nur einen Cent auf einen Gewerkschaftler wetten wuerde. besten Dank

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