Voller Lohnausgleich
Porsche-Mitarbeiter müssen weniger arbeiten

Porsche-Mitarbeiter müssen künftig pro Woche eine Stunde weniger am Band stehen – bei vollem Lohnausgleich. Die Produktivität soll gleich bleiben. Und Ingenieure sollen künftig länger arbeiten.
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DüsseldorfDie Porsche-Mitarbeiter am Produktionsband müssen künftig fürs gleiche Geld eine Stunde weniger in der Woche arbeiten. Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertreter verständigten sich auf eine Senkung der Wochenarbeitszeit auf 34 Stunden von bislang 35 Stunden, wie Porsche am Donnerstag mitteilte. Dies betrifft knapp 6.000 Beschäftigte in Zuffenhausen. Für Mitarbeiter außerhalb der Produktion gilt weiterhin die tarifvertraglich festgelegte Arbeitszeit von 35 Stunden.

Bis Mitte 2013 soll die Verkürzung umgesetzt werden. Dies solle schrittweise erfolgen, um sicherzustellen, dass am Ende nicht weniger produziert werde als bei einer 35-Stunden-Woche, die Produktivität also die gleiche bleibe, sagte ein Sprecher des Sportwagen-Herstellers.

Porsche-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Uwe Hück sagte, die Verkürzung sei als Ausgleich gedacht für die immer weiter steigende Belastung. „Produktivität benötigen wir, um neue Fahrzeuge zu bekommen, deshalb brauchen wir als Belastungsausgleich Arbeitszeitverkürzung mit vollem Entgeltausgleich.“

Auf der anderen Seite sollen künftig mehr Beschäftigte als derzeit auch 40 Stunden in der Woche arbeiten können, wenn mehr Arbeit anfällt, als in der normalen Zeit bewältigt werden könnte. Bisher durften bis zu 18 Prozent der Mitarbeiter ihre Arbeitszeit ausweiten. Künftig soll dies allen Ingenieuren ermöglicht werden, in der Verwaltung wurde die Quote auf 30 Prozent festgesetzt. Die freiwillige Erhöhung der Arbeitszeit kann dann wieder gesenkt werden, wenn der Bedarf nicht mehr vorhanden ist.

Auch die Leiharbeit wurde geregelt. In der Produktion können Leiharbeiter demnach maximal fünf Monate eingesetzt werden. Der Einsatz könne in einen befristeten Arbeitsvertrag münden, erläuterte der Sprecher. Ingenieure von außen könnten 36 bis 48 Monate eingesetzt werden.

Der Stuttgarter Autobauer wird 2012 trotz der Euro-Krise, die manchem Konkurrenten das Leben schwer macht, einen Rekordabsatz einfahren. Bereits nach elf Monaten verkaufte der Konzern mehr Fahrzeuge als im gesamten Vorjahr.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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