Vollständiger Quartalsbericht
Grippewelle bescherte Bayer gesundes Wachstum

Eine Grippewelle zu Jahresbeginn hat die Geschäfte des Bayer-Konzerns in der Gesundheitssparte angekurbelt. Seit Jahresbeginn hätten sich die Aussichten bei Bayer HealthCare deswegen spürbar verbessert, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

HB LEVERKUSEN. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) in der Sparte werde werde statt auf Vorjahresniveau darüber liegen, hieß es. Ein weiterer Grund dafür seien früher als erwartet erzielte Einsparungen.

Für die Kunststoff- und Chemiesparte geht Bayer weiter von einem "erheblichen" Zuwachs des bereinigten Betriebsergebnisses aus. Auch in der Agrochemiesparte soll der Gewinn deutlich gesteigert werden. Vorstandschef Werner Wenning sagte, er glaube nicht, dass die Spitze im aktuellen Chemiekonjunkturzyklus bereits erreicht sei. Der Aufschwung der Branche hatte bereits im vierten Quartal 2003 eingesetzt. Zuletzt hatte es Befürchtungen gegeben, eine abflauende US-Wirtschaft könnte auch die Nachfrage in der Chemiebranche dämpfen.

Der Konzern will seine Investitionen in eine neue Produktionsanlage für den Kunststoff Makrolon bei Shanghai in China beschleunigen. Anfang 2006 solle die erste Ausbaustufe mit 100 000 Tonnen Kapazität errichtet werden. 2007 solle die Gesamtkapazität von 200 000 Tonnen erreicht sein. Ursprünglich war der Ausbau der zweiten Stufe erst für das Jahr 2009 vorgesehen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 450 Mill. Dollar.

Für den Gesamtkonzern bekräftigte Bayer sein Ziel, das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen im Jahr 2005 um 20 % zu steigern. Beim Umsatz peilt Bayer weiter ein währungs- und portfoliobereinigtes Plus von über fünf Prozent auf mehr als 25 Mrd. Euro an.

Das Ergebnis des Gesamtkonzerns vor Steuern, Zinsen und Sondereinflüssen vor Restrukturierungskosten im ersten Quartal gab Bayer mit 1,14 Mrd. Euro an, ein Plus von 50,1 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz im fortgeführten Geschäft legte um 15,7 % auf 6,7 Mrd. Euro zu. Bayer hatte bereits Ende April die Konzernzahlen für das erste Quartal veröffentlicht.

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