Volumengeschäft zählt
Ford fühlt sich mit Brot und Butter pudelwohl

Während andere aufs lukrative Premium-Geschäft schielen, setzt Ford voll aufs Volumensegment. In Frankfurt gibt Ford mit einem riesigen Messestand und einem Sportkombi speziell für Europa weiter Gas.
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Frankfurt"Hit the road Jack" dröhnt aus den Lautsprechern der Messehalle - und der schmissige Song aus den 60er Jahren passt ganz gut zur Stimmungslage von Ford. Mit einem Absatzplus von 34 Prozent in Deutschland und dem besten August in Europa seit 1998 im Rücken geht Ford an diesem Abend voller Selbstbewusstsein in die Internationale Automobilausstellung.

Sichtbarstes Zeichen für den Zeitenwandel: Auf der größten Autoshow der Welt trumpft Ford mit dem größten Stand in der IAA-Geschichte des amerikanischen Autobauers auf – samt eigenen Test-Parcours, auf dem die Messebesucher die neuen Ford-Modelle direkt erfahren sollen.

Und während alle Welt von Premium spricht und sich immer mehr Volumenhersteller wie etwa Mazda und Hyundai nach oben orientieren, fühlt sich Ford mit dem Geschäft von Brot- und Butter-Autos pudelwohl. „Das Premium-Segment wächst, keine Frage“, sagt Europa-Chef Stephen Odell im Gespräch mit Handelsblatt Online, „aber das gilt genauso für den gesamten Automarkt“. Und auf dem will Ford weiter als Vollsortimenter für die breite Masse punkten – wobei Ford nicht entgangen ist, dass immer mehr Kunden auf die Autos der Premium-Marken wie BMW oder Audi schielen.

Konsequenz: eine neue Design-Linie, die Ford in Gestalt des Konzeptautos Evos auf die IAA geschickt hat und die mit schlitzartigen Scheinwerfern und einem Kühlergrill a la Aston Martin vorab bereits für Furore gesorgt hat. „Wir greifen damit das Verlangen unserer Kunden nach Premium-Design auf“, sagt Chef-Designer J Mays. „Aber wir wollen Ford nicht als Premium-Marke positionieren.“

Mit diesem  Weg liegt Ford offenbar nicht ganz so falsch – zumindest ist Ford laut eigenen Angaben mit 72.200 verkauften Wagen der zweiterfolgreichste Autobauer Europas. Und Ford will weiter wachsen – weltweit. Die Messlatte hat Konzernchef Alan Mulally hoch gehängt: Bis 2015 will Ford rund acht Millionen Fahrzeuge jährlich verkaufen – das wäre ein Wachstum von 50 Prozent.

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Ford fühlt sich mit Brot und Butter pudelwohl

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Es ist ein bisschen wie beim Menü im Restaurant

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