Volvo in Australien
Kampfansage gegen Känguru-Unfälle

In Schweden gibt es Elche, Rentiere, Kühe – aber keine Kängurus. Für seine Kunden in Australien erforscht der Autobauer Volvo die Beuteltiere trotzdem. Denn jedes Jahr gibt es dort mehr als 20.000 Unfälle mit Kangurus.

StockholmDer schwedische Autobauer Volvo nimmt ein Problem im fernen Australien ins Visier: die Zusammenstöße mit Kängurus. Um diese in Australien alltäglichen Unfälle zu vermeiden, solle eine neue Technologie getestet werden, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Das System solle mithilfe von Sensoren erkennen, wenn sich ein Känguru nähert, und sofort die Bremse betätigen.

Ein Expertenteam sei bereits in die Gegend um die australische Hauptstadt Canberra geschickt worden, um die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten, erklärte Volvo. Kängurus bewegen sich mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern fort.

Für den Autobauer sind die exotischen Tiere eine Herausforderung: „In Schweden haben wir Forschungen zu größeren und langsameren Tieren wie Elchen, Rentieren und Kühen angestellt“, erläuterte Manager Martin Magnusson. „Kängurus sind kleiner und ihr Verhalten ist schlechter vorhersehbar.“

Unter Verweis auf australische Autoclubs führte Volvo an, in dem Land gebe es jedes Jahr mehr als 20.000 Unfälle mit Kängurus. Die dabei entstehenden Schäden würden auf 75 Millionen australische Dollar (48,5 Millionen Euro) geschätzt.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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