Volvo

Schweden schließen zu deutschen Premiummarken auf

Volvo hat im vergangenen Jahr mehr als eine halbe Million Autos verkauft. Der schwedische Autobauer verdreifacht den Gewinn – und holt auch bei der Marge auf. Doch der Rückstand auf Mercedes und BMW bleibt groß.
Update: 18.02.2016 - 10:06 Uhr
Die Schweden verdreifachen ihren Gewinn. Quelle: ap
Volvo S90

Die Schweden verdreifachen ihren Gewinn.

(Foto: ap)

GöteborgDer schwedische Autobauer Volvo hat dank wachsender Verkaufszahlen im vergangenen Jahr kräftig zugelegt. Der Umsatz kletterte um gut 19 Prozent auf 164 Milliarden Schwedische Kronen (17,3 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Betriebsgewinn verdreifachte sich auf 6,6 Milliarden Kronen.

Volvo-Chef Håkan Samuelsson wollte sich im Laufe des Tages detaillierter zur Bilanz des Autobauers äußern, der seit 2010 dem chinesischen Geely-Konzern gehört. Die Schweden haben 2015 rund 503.000 Autos verkauft, acht Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Die operative Marge bei Volvo - also der Anteil, der vom Umsatz als betrieblicher Gewinn übrig bleibt - stieg im vergangenen Jahr von 1,7 Prozent auf 4,0 Prozent. Damit liegt Volvo allerdings noch immer deutlich hinter anderen Oberklasse-Herstellern.

Daimler erreichte hier mit seiner Kernmarke Mercedes-Benz 2015 einen Wert von 9,8 Prozent. BMW hat noch keine Jahreszahlen vorgelegt, dürfte aber ebenfalls in dieser Region unterwegs sein.

Die Luxus-Limousine vom Kombi-König
Volvo war über Jahrzehnte der Inbegriff des Kombis.
1 von 17

Etwas eckig, aber robust, praktisch und vor allem langlebig sind die Attribute des Schwedenmobils, das zuletzt unter der Bezeichnung V70 verkauft wurde. Inzwischen baut Volvo auch erfolgreich SUVs, der XC90 ist inzwischen das meistverkaufte Modell der Schweden.

Eine große Limousine war zwar auch immer im Programm, neben den Erfolgen des V70 und vor allem des XC90 ging die S80 zuletzt etwas unter. Das soll die Neuauflage der Limousine, die unter dem Namen S90 an den Start gehen wird, ändern.

Dabei profitiert der S90 von jenem Modell, das ihm einst den Rang abgelaufen hat:
2 von 17

Im vergangenen Jahr haben die Schweden mit dem neuen XC90 ihr eigenes Baukastensystem vorgestellt. Auf dieser skalierbaren Produkt-Architektur – kurz SPA – werden künftig alle Modelle der Schweden von der Mittelklasse aufwärts basieren. Neben der bekannten 60er-Baureihe – bestehend aus der Limousine S60, dem Kombi V60 und dem SUV XC60 – wird nun auch die Oberklasse-Familie als 90er-Baureihe zusammengefasst.

„Thors Hammer“ blickt euch an
3 von 17

Die alten Bezeichnungen V70 (künftig V90) und S80 haben somit ausgedient. Die neue Verwandtschaft zum XC90 ist dem S90 auch sofort anzusehen: Die Scheinwerfer mit den charakteristischen LED-Tagfahrlichtern „Thors Hammer“ und der Kühlergrill mit dem neu gestalteten Volvo-Logo sind dem SUV wie aus dem Gesicht geschnitten.

Zunächst überrascht der selbstbewusste Auftritt, die schiere Größe.
4 von 17

Im Vergleich zum S80 wuchsen Radstand und Länge um gut 15 Zentimeter

Die Heckansicht
5 von 17

Sie kombiniert das Design der bisherigen, oben bis in den Kofferraumdeckel eingezogenen Rückleuchten mit jenen C-förmigen des XC90. Damit folgt die Linie der in den vergangenen Jahren gezeigten Designstudien so sehr, dass ein chinesischer Hersteller von Spielzeugautos bereits ein sehr genaues Modell des S90 entworfen hat – weit vor der Veröffentlichung dieser ersten offiziellen Bilder.

Von der Seite ist die Eigenständigkeit der Limousine zu sehen
6 von 17

„Wir wollten etwas grundlegend Neues in dieses eher konservative Segment bringen. Mit dem Volvo S90 ist dabei ein Fahrzeug entstanden, dem man seine Führungsrolle und Vertrauenswürdigkeit sofort ansieht“, sagt Chefdesigner Thomas Ingenlath über seine Kreation. Über die Motoren des S90 hat sich Volvo noch nicht im Detail geäußert.

Das edle Ambiente des XC90 bleibt auch im S90 erhalten.
7 von 17

„Den Innenraum der Premium-Limousine haben wir auf ein neues Niveau gehoben: Das luxuriöse Umfeld bietet ein Maximum an Komfort und Kontrolle“, sagt Designer Ingenlath. Die meisten Ausstattungsmerkmale sind bereits aus dem XC90 bekannt, etwa der senkrechte Touchscreen. Allerdings wurden alle Anzeigen und Bedienelemente auf die niedrigere Sitzposition angepasst. Materialien und Verarbeitungsqualität dürften aber gleich sein.

Im laufenden Jahr will Volvo so viele Fahrzeuge verkaufen wie nie zuvor. Binnen weniger Jahre sollen es jährlich 800.000 Fahrzeuge werden. Dazu hat das Unternehmen massiv in neue Modelle investiert. Die ehemalige Ford-Tochter rechnet mit guten Geschäften in Europa und den USA. Samuelsson sagte, auch in China seien die Autos trotz der Konjunkturschwäche gefragt.

  • dpa
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Volvo - Schweden schließen zu deutschen Premiummarken auf

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%