Von Pierer lehnt Rücktritt ab
„Ich habe mir nichts vorzuwerfen“

Der Siemens-Aufsichtsratsvorsitzende Heinrich von Pierer lehnt einen Rücktritt im Zusammenhang mit der Schmiergeldaffäre beim Münchner Elektrokonzern strikt ab. Persönliche Versäumnisse lasse er sich nicht anlasten.

HB BERLIN/MÜNCHEN. „Ich trete nicht zurück“, sagte von Pierer der „Welt am Sonntag“. „Die Frage stellt sich mir nicht. Denn ich habe mir nichts vorzuwerfen.“ Die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ein Dutzend Verdächtige etwa 200 Millionen Euro von Siemens veruntreut und im Ausland als Schmiergeld eingesetzt hat. Überprüfungen bei Siemens ergaben zweifelhafte Zahlungen von 420 Millionen Euro in den vergangenen sieben Jahren. In diesem Zusammenhang werden Vorwürfe gegen den engsten Führungszirkel lauter. Danach sollen die dubiosen Praktiken auch in der Konzernspitze bekannt gewesen und gebilligt worden sein.

Von Pierer, früher Vorstandschef bei Siemens, will sich dagegen keine persönliche Versäumnisse anlasten lassen: „Wir haben nichts billigend in Kauf genommen. Wir haben viel gegen Korruption getan und unseren Leuten immer klar gesagt: Lasst lieber ein Geschäft sausen.“ Auch bei der Aufklärung handele der Konzern nun kompromisslos: „Wir haben alles getan, was man tun kann. Eine unabhängige und umfassende Aufklärung ist in die Wege geleitet.“

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