Von Pierer wehrt sich
Ex-Siemenschef weist Vorwürfe zurück

Ex-Siemenschef Heinrich von Pierer hat die Kritik von Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme zurückgewiesen. Cromme hatte dem früheren Siemens-Vorstand Fehlverhalten und mangelnde Offenheit vorgeworfen.

DÜSSELDORF. Der langjährige Siemens-Chef Heinrich von Pierer wehrt sich gegen die Kritik von Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme. "Fundiertes Bestreiten" dürfe nicht als Uneinsichtigkeit bezeichnet werden, sagte er dem Handelsblatt. Er habe die gegen ihn gerichteten Vorwürfe gegenüber Siemens zurückgewiesen. Dabei habe er auf "Missverständnisse, Unrichtigkeiten und Lücken im Sachverhalt" hingewiesen.

Im Übrigen habe er "offen und umfangreich" in mehreren Sitzungen die Fragen der Anwälte von Debevoise & Plimpton beantwortet. Diese seien vor zwei Jahren noch unter seiner Führung des Aufsichtsrats mit der Aufklärung beauftragt worden.

Pierer wies zudem darauf hin, dass Siemens laut Medienberichten im vergangenen Jahr in einem Arbeitsgerichts-Prozess den Vorwurf zurückgenommen habe, dass der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats vom damaligen Compliance-Beauftragten nicht umfassend und zeitnah über Schmiergeldverdachtsfälle informiert worden sei.

Cromme hatte die früheren Vorstandschefs Heinrich von Pierer und Klaus Kleinfeld in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" kritisiert. Von beiden hätte er sich "mehr Offenheit gewünscht", so Cromme. Er und der Aufsichtsrat seien "überzeugt, dass der frühere Vorstand sich Fehlverhalten zuschulden hat kommen lassen, für das wir ihn zivilrechtlich belangen müssen".

Axel Höpner
Axel Höpner
Handelsblatt / Büroleiter München
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