Vor 2010
Chrysler liefert China-Billigauto nach Europa

Der US-Autobauer Chrysler lässt einen Kleinenwagen beim chinesischen Partner Chery fertigen. Das spart nicht nur den Amerikanern Geld, sondern macht das Auto auch für den Kunden billiger. Noch vor dem Jahr 2010 dürfen sich die Europäer auf den Chinesen-Zwerg freuen. Doch ob sie ihn wollen, ist fraglich.

PEKING. Das erste Chery-Modell – ein Stadtauto zum Billigpreis – soll unter der Chrysler-Marke Dodge „innerhalb von zwei bis zweieinhalb Jahren“ auf dem europäischen und auf dem US-Markt verkauft werden, sagte Chrysler-Chef Tom LaSorda am Dienstag in Peking bei der Unterzeichnung der Partnerschaft.

Erstmals lässt damit ein internationaler Autokonzern im großen Stil in China für westliche Märkte fertigen. Volkswagen, BMW oder Mercedes bauen bislang vor Ort nur für den chinessichen Markt. „Wir haben nicht vor, unsere Autos von hier nach Europa zu exportieren“, hatte VW-Chef Winfried Vahland erst wenigen Monaten klargestellt.

Mit der Chrysler-Strategie könnte sich das Blatt wenden: Bereits Mitte 2009 sollen die ersten China-Chrysler in Lateinamerika und in Osteuropa auf den Straßen fahren. Dort werden die Autos ohne technsiche Veränderungen aus China übernommen, heißt es. Wie der Hersteller Chery mitteilt, wird das erste Modell der neue Kleinwagen „A1“ sein.

Das Auto soll an den Erfolg des knuffigen Stadtautos Chery QQ anschließen, das in der Volksrepublik zum Verkaufsschlager geworden ist. Allein im Mai wurden knapp 60 000 Stück des QQ verkauft. Chery hatte im April den Preis für das günstigeste QQ-Modell erneut um 2 000 Yuan auf 23 000 (rund 2 400 Euro) gesenkt. Das Nachfolgemodell „A1“ war im April auf der Autoschau in Schanghai vorgestellt worden und soll als 1,3-Liter-Modell umgerechnet nur knapp 5 000 Euro kosten.

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