Vor Fußball-EM
Adidas-Geschäfte laufen besser als erwartet

Der Sportausrüster Adidas hat seinen Gewinn im ersten Quartal unerwartet deutlich gesteigert. In Nordamerika musste das Unternehmen allerdings Federn lassen. Marktteilnehmer sahen trotzdem keinen Grund zur Sorge – ganz im Gegenteil.

HB MÜNCHEN. Der Konzerngewinn sei um 32 Prozent auf 169 Mill. Euro gestiegen, teilte der Konzern mit Stammsitz im fränkischen Herzogenaurach am Dienstag mit. Analysten hatten im Schnitt mit 157 Mill. Euro gerechnet. Der Umsatz legte um drei Prozent auf 2,621 Mrd. Euro zu und traf damit die Markterwartungen.

Adidas bekräftigte seine Prognose für das Jahr der Fußball-Europameisterschaft. Auf währungsbereinigter Basis soll das Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich liegen. Zudem soll ein neuer Rekordgewinn eingefahren werden.

In Nordamerika kämpft Adidas weiter mit Umsatzrückgängen. Die Erlöse fielen dort um 17 Prozent auf 578 Mill. Euro. Auch währungsbereinigt betrug das Minus noch sieben Prozent, wie Adidas am Dienstag mitteilte. Grund dafür war unter anderem ein nach wie vor schwaches Geschäft der US-Tochter Reebok. In allen anderen Regionen legte der Konzern dagegen klar zu. In Europa kletterte der Umsatz währungsbereinigt um zwölf Prozent auf 1,25 Mrd. Euro. In Asien konnte Adidas dank China um 25 Prozent zulegen.

Allen Sportartikel-Herstellern macht derzeit die Krise des US-Einzelhändlers Foot Locker zu schaffen. Dieser will zahlreiche Läden schließen und baut Lagerbestände ab. Bei Branchenprimus Nike, Adidas und Puma werden deswegen kaum noch neue Waren bestellt und teilweise Aufträge storniert.

Adidas-Aktien haben am Dienstag vorbörslich beim Broker Lang & Schwarz mit einem Plus von drei Prozent auf die Quartalszahlen reagiert. „Die Zahlen waren sehr gut, da geht schon eine Menge an Aktien um“, sagte ein Händler.

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